Genre - übergreifend und -erweiternd, ist Sänger und Komponist Theo Bleckmann seit über zehn Jahren eine feste Größe in der New Yorker Downtown Musikszene. Anerkannt als Sänger, Performer und Komponist, umfasst seine Arbeit Konzerte, Theater- und Ausstellungs-Installationen,
Kabarett und Tanz- Performances. Er konzertiert weltweit und stand unter anderem
schon auf den Bühnen der Carnegie Hall und des Opernhauses in Sydney. Der
New Yorker nannte ihn einen “local cult favorite”, die New York Times
lobte ihn als “excellent”, laut OUT Magazin ist Theo Bleckmann „ein
Sänger, der erst kürzlich auf der Erde gelandet ist" und tatsächlich
hat Bleckmanns Stimme und seine gesangliche Stilistik etwas Jenseitig-Außerirdisches
und Ätherisches.
spricht über sein Soloalbum "Anteroom", über freie Musik,
Eissler Interpretationen in den USA und den Abschied von der Dekonstruktion
im aktuellen Jazzthetik
12/05
mit Ulrich Kriest.
"Theo Bleckmann war die Stimme der Aliens in der Sci-Fi-Comedy „Men
in Black“ und hat seit seiner Umsiedlung aus Deutschland (1989) mit allem
gearbeitet, was in der New Yorker Avantgarde-Szene Rang und Namen hat, von Laurie
Anderson über Philip Glass bis zur Vokalistin/Performance-Artistin Meredith
Monk (zu deren Ensemble er zählt). Im über eine Dreiviertelstunde langen
Titelstück seines neuen Albums „Anteroom“ layert Bleckmann Chöre,
Strings, Solo-Celli, Solo-Flöten, Afro-Vocals und kreiert damit die Atmosphäre
eines „outer room that opens into another room, often used as a waiting
room“ (aka Vorzimmer, Eingangshalle, Foyer, Lobby). Stünde im Booklet
nicht „Theo Bleckmann: voice“und „No electronics have been
used to alter the sound or pitch of the voice“, würde man als Schöpfer
der magischen Klänge einen begnadeten Sampling-Wizard vermuten. Aber der
Sänger (!) Bleckmann,in dessen Live-Repertoire Lieder von Kurt Weill gleichberechtigt
neben Songs von Kraftwerk stehen, hat alles mit dem Mund gemacht.Was der „Chicago
Reader“ zu seinen Konzerten notierte („You’re going to a Theo
Bleckmann concert? Forget everything you have heard before!“), trifft auch
auf „Anteroom“ zu. Das Ambient-Album des Jahres?" (ap)
Sound: **********
Musik: **********
Keys, Albrecht Piltz, 8/2005
Bleckmanns vokale Mittel scheinen unbegrenzt, er schichtet seine
Stimme zu außer- und überweltlichen Lautmalereien, in denen die
Zeit stillsteht. So wachsen entrückte Räume der Kontemplation auf
dieser solitären Soloplatte - ein sehr modernes Hilliard-Gefühl."
Leipziger Volkszeitung, Dr. Ulrich Steinmetzger, 5.8.2005