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Fjoralba Turku Quartet



CDs:

Serene   (13.01.2012)
Joshua   (29.01.2010)

Genre: Jazz
Web: http://www.fjoralbaturku.com
Facebook: https://www.facebook.com/pages/Fjoralba-Turku-Artist-official/232864420121720?fref=ts
E-Mail: fjoralbaturku@googlemail.com
Booking: fjoralbaturku@googlemail.com

"Normalerweise schreibt man über eine Sängerin, die ihr erstes eigenes Album vorlegt, sie sei vielversprechend. Aber Fjoralba Turku hat ja hier ihre Versprechen schon eingelöst. Diese junge Albanerin ist vielleicht die Entdeckung unter den Jazzsängerinnen des Jahres 2010.
Sieht man diese zierliche Mittzwanzigerin, die sogar noch jünger aussieht als sie ist, vermutet man zunächst ein ebenso graziles, wenn nicht sogar fragiles Stimmchen. Ertönt dann ihre Stimme beschert sie uns Aha-Erlebnis, auf das man nicht im Geringsten vorbereitet ist. Ja, dieser Stimme eignet durchaus die duftige, feenhafte Feinheit, die wir eben erwarteten. Schon als wir nur den Namen Fjoralba Turku kannten. Es könnte der botanische Name eines nahöstlichen Blümchens sein, das bei Morgenaufgang schlankwüchsig emporblüht. Aber ihr Organ ist alles andere als ein Stimmchen: Wonnig, weich, warm und unerwartet tief singt sie. Ihre Kunst ist die des gezähmten Feuers, das angenehm wärmt, aber nicht verbrennt. Es ist das Feuer ebenso sinnlicher wie mütterlicher Wärme („Joshua“ ist ihr Sohn), aber kein Fieber oder Flammenmeer. Energie und Reife stecken im Gesang dieser mädchenhaften Erscheinung, eine Intensität, die freilich nichts mit Volumen zu tun hat. Indes hat man durchaus den Eindruck, diese Wohltönerin könne viel mehr „aufdrehen“, wenn sie nur wollte. Sie zeigt nicht all ihr Temperament, das so wie ein unerschöpfliches, im Hintergrund wirkendes Kraftreservoir wirkt. Sie zügelt und konzentriert es, setzt es gezielt zur dramaturgisch geschickt aufgebauten Interpretation ein. Dabei geht sie ökonomisch vor, vertraut darauf, dass weniger manchmal mehr ist.
Was für ein Debut! Einer Vokalistin, die freilich, das sei nicht verschwiegen, mit der Band „Tabla & Strings“ immerhin schon an der Seite des unvergessenen Charlie Mariano Aufnahmen gemacht hatte. Dabei wäre dieses Ausnahmetalent beinahe an die Theaterwissenschaften verloren gegangen. Sie stammt aus einer musikalischen Familie: Vater und Bruder sind Geiger, sie selbst war es. was ihren Gesangsstil geprägt haben soll. „Ich denke auch beim Singen immer daran, wie ich es auf dem Instrument intonieren würde, ich singe sozusagen wie eine Geige.“ Auf ihrem Album singt sie neben zwei gelungenen Originals, unter anderem Charles Mingus geniales „Eclipse“, dem ihr Quartett einen ganz neuen Rhythmus unterlegt. Zwei Stücke haben mit dessem zeitweiligen Pianisten Mal Waldron zu tun: sein lyrisches Kleinod „Seagulls Of Kristiansund“ zu ihrem Text und „Ode To Mal“, komponiert vom brasilianischen Bassisten Paulo Cardoso, der viel mit Mal Waldron zusammenarbeitete und auch Turkus Lebensgefährte ist und hier mit ihr im Duo zu hören ist. Auf den anderen Stücken machen das sensible und gewandte Spiel von Andrea Hermenau (b), Benjamin Schäfer (b) und Johannes Jahn (d) die Gruppe wirklich zu einem Quartett, nicht nur zu einer Sängerin mit Begleittrio. Den Jazzstandards (unter die auch „Estate“ gezählt werden kann, eine Sommerelegie aus der Feder Bruno Martinos, das im Jazz erfolgreicher wurde als alle anderen Lieder Italiens) stehen drei eher lebhafte, rhythmisch vertrackte Lieder aus Turkus albanischer Heimat kontrastierend gegenüber. Sie bilden einen Ausgleich zu den zum Teil eher melancholischen Songs, zu denen auch Nick Drakes „Riverman“ gehört. Seltsam genug findet sich dieser Song auch auf „Lume, Lume“, dem aktuellen, auf Meta erschienen, übrigens ebenfalls vorbehaltlos zu empfehlenden Album ihrer albanischen Kollegin Elina Duni. Warum wohl gerade albanische Jazzsängerinnen diesen im Jazz bislang kaum beheimateten Song ins Repertoire aufgenommen haben? Leichter zu beantworten ist die Frage, warum albanische Sängerinnen so polyglott sind. Kaum eine Sprache ist so lautreich wie die albanische. Für Vokale und Konsonanten der Fremdsprachen finden sich meist Entsprechungen im Albanischen. Ein Glücksfall ist es, wenn man dann auch noch ein so feines Gehör und eine so tadellose Diktion hat wie Fjoralba Turku. Ihre albanischen Lieder braucht man übrigens nicht zu verstehen. Sie könnte Zeitungsanzeigen und Kassenzettel rauf und runter singen und uns allein schon damit bewegen und beglücken."
hifistatement.net, Marcus A. Woelfle, 11.11.2010




News

29.09.2012    

Fjoralba Turku auf Tournee in Albanien

11.10.2012   AL-Tirana, Black Box - Universität der Künste Tirana
12.10.2012   AL-Durrës, Theater A. Moisiu
13.10.2012   AL-Elbasan, Theater Scampa

mit Rainer Böhm: piano, Sava Medank: doublebass und Fabian Rösch, drums



17.04.2012    

Fjoralba Turku

BR 3 Fernsehen "Puzzle" - Dienstag 17.04.2012

Jazz-Entdeckung - Fjoralba Turku -
Wer Fjoralba Turku kennenlernen will, muss ihr zuhören. Die junge Sängerin und Komponistin hat eine besondere Gabe: Singend erzählt sie Geschichten, die, wie sie sagt, mehr über sie verraten, als sie im Gespräch vielleicht zeigen würde. ...

04.02.2012    

Fjoralba Turku

New video "Living, just living" from the new album "Serene"!

Fjoralba Turku: voc, Paulo Cardoso: b, Florian Trübsbach: sax
Music written by Paulo Cardoso, lyrics by Fjoralba Turku and Paulo Cardoso
Music Video: Teresa Kuhn



26.01.2012    

Fjoralba Turku

Live in Saskatoon @ The Bassment



13.01.2012     Out now:
Fjoralba Turku

Serene
CD 4560 2-2
file under: jazz
VÖ 13.01.2012

amazon.de

"..." Beim Singen an die Geige denken"
Fjoralba Turku kam mit neun Jahren von Albanien nach München. Vor ihrem Studium der Theaterwissenschaft und des Gesangs hatte sie Geigespielen gelernt; seitdem denke sie "beim Singen immer daran, wie ich das Stück auf dem Instrument intonieren würde". Diese "jazzige" Auffassung prägt Turkus Gesang. Auf ihrer zweiten CD "Serene" präsentiert sie neben albanischer Folklore und Eigenkompositionen die Vertonung von zwei Gedichten von Lord Byron. In Turkus Begleit-Quartett feuert der ausgezeichnete Florian Trübsbach auf dem Saxofon, der Klarinette und der Flöte die Band an - zuweilen unisono mit der scattenden 25-jährigen Sängerin. Herausragend auch der Bassist Paulo Cardoso."
spiegelonline, Hans Hielscher, 24.12.2011

10.01.2012    

Fjoralba Turku

Sneak preview: "Indian Summmer" from the upcoming new album "Serene"!

Fjoralba Turku: voc, Paulo Cardoso: b, Florian Trübsbach: sax, Jonas Burgwinkel: dr,
Music written by Paulo Cardoso, lyrics by Fjoralba Turku and Paulo Cardoso
Music Video: Teresa Kuhn



29.01.2010    

Out now:
Fjoralba Turku Quartet

Joshua
CD 4533-2
file under: Jazz/Vocal

"Schon das Cover macht neugierig: Was steckt hinter diesem so anmutigen wie interessanten Gesicht? Auf jeden Fall eine markante Stimme, die schon nach kurzer Zeit ein unverwechselbares Profil offenbart. Dazu eine verschlungene Biografie, die das gesamte künstlerische Schaffen dieser jungen Frau prägt. Fjoralba Turku stammt aus Albanien und lebt heute in München. Ihr enormes Talent brach sich erst über Umwege Bahn: 2007 holte sie der Gitarrist Geoff Goodman in seine Weltmusikband Tabla & Strings. Schon damals steuerte Fjoralba eine persönliche Note bei, die nun auf "Joshua" klar in den Mittelpunkt rückt: die albanische Sprache. Mit weichem, violinähnlichem Timbre intoniert sie seltsam schöne Dinge, die niemand wirklich verstehen muss, um zu begreifen, dass sich hier jemand die Seele aus dem Leib singt. Es geht um Liebe, Glück, Trauer, Einsamkeit, natürlich auch in Englisch, im klassischen Pianotrio, aber immer in dieser besonderen Atmosphäre und mit dieser rhythmischen, klangmalerischen Eigenheiten. So sanft ihre Erscheinung wirken mag, so überbordend sind ihre Kraft, ihre emotionale Tiefe und der eigene Ton ihrer Musik. Fjoralba Turku: ein Name, den man sich unbedingt merken sollte." (rk)
Jazzthing # 82, CD der Woche 2/2010



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