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   Erika Stucky: Stucky Live: Release-Informationen

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VÖ: 18.03.2011
EAN/UPC: 705304454824
Traumton CD: 4548

Erika Stucky
25 Years On Tour

Sie wurde nicht an einem Hang geboren. Die Strasse ist breit und der Himmel voll behangen mit Stromleitungen – man könnte daran die Wäsche aufhängen. Alle Häuser scheinen vom gleichen, etwas faulen Architekten gezeichnet worden zu sein. „Little boxes on the hillside / Little boxes all the same. / There's a green one and a pink one / And a blue one and a yellow one, / And they're all made out of ticky tacky / And they all look just the same.” (1) Es war 1962, nur wenige Monate bevor Erika Stucky einige Häuserblocks weiter entfernt das Licht der Welt erblickte, als Malvina Reynolds den friedlichen Konformismus der Vororte San Franciscos besang. Ein Tross von kleinen identischen Häuschen.

Die Strasse ist breit und flach. Das Haus der Stuckys verfügt, wie alle anderen auch, über eine Garage, die ans Erdgeschoss angebaut ist. Über eine Aussentreppe gelangt man in die Wohnung. Es hat einen Balkon, wo man Geranien wuchern lassen könnte. Und ein sechseckiges Fenster, wie das Bullauge eines Schiffes, ziert die cremefarbige Fassade. Dort fand alles seinen Anfang. Nicht nur Erikas Existenz. Aber ihr Gesang. In einem kleinen Haushalt, wo der Vater, ein im kalifornischen Flower Power ausgewanderter Oberwalliser Metzger, von seiner ältesten Tochter verlangte, sie möge doch in der Stube für die durchreisenden Freunde Dean Martin imitieren. Dean Martin und dann die jodelnden Cowboys. Damals wehte auf dem Balkon eine Schweizer Fahne, damit sich die vorbeigehenden Exilschweizer willkommen fühlten.

Erika Stucky wurde in San Francisco geboren, inmitten nostalgischer Erinnerungen an eine verherrlichte Schweiz. Ein bekanntes Bild der Auswanderer: Man bereut unmittelbar, was man um jeden Preis verlassen wollte. Bei den Stuckys aus Mörel – einem lang gezogenen Dorf an der Furkastrasse, sieben Kilometer weit von Brig – war Abhauen geläufig. Grossvater Theodor erwarb 1909 ein Billet nach Amerika. Er war 20 Jahre alt und arbeitete mal als Holzfäller, melkte dann in Kanada Kühe und führte schliesslich in Kalifornien eine Liquor Bar, wo sich die Arbeiter zum Bowling trafen. Er landete wieder zu Hause. Zwischen der Riederalp und Italien. Er blieb auch dort ein Auswanderer und strapazierte das ganze Dorf mit seinen Weiten, seinen Canyons und seinem Erdmond.

Die Kinder von Theodor hören zu. Drei von ihnen machen sich auf den Weg. Bruno, der künftige Vater von Erika, ist einer von ihnen. Er ist der Künstler unter den Fleischhauern in San Francisco. Und heiratet, wie alle Auswanderer, ein Mädchen aus der Heimat; eine Fremde, dennoch, da sie aus dem Toggenburg kommt. Sie heisst Ruthli. Man wohnt nicht weit vom Golden Gate. Man hört Fredy Burri, Jodel in Lederhosen. Manchmal findet man sich im Keller ein, um eine Matterhorn-Nachbildung zu bestaunen. Erika spricht ohne Schweizer Akzent – der Stolz des jungen Paares. Sie kann ohne weiteres mit den Crooners aus Las Vegas verkehren, ohne dass ihnen ein Raclette-Geschmack entgegenweht. Erika ist eine kleine Amerikanerin.

Wenn das Ehepaar Stucky ausgeht, kümmern sich einheimische, gerade erst aus Katmandu zurückgekehrte Baby-Sitter um ihre Kinder. Sie riechen nach Patschuli. Im Haus weht ein starker Hippie-Wind. Es ist schwierig, sich das San Francisco der 70er-Jahre vorzustellen. Heute wurde aus Haight Ashbury, das Epizentrum der kalifornischen Gegenbewegung, eine Gedenkstätte zu Ehren der langen Haare und der Rauchkräuter. Vor einem riesigen Schallplattenladen im Buena Vista Park, in dem die psychedelischen Originalscheiben der Grateful Dead secondhand über die Theke gehen, versammeln sich Trommler mit ihren Djembes und Decken. Damals war es noch schlimmer. Man konnte dem Poeten Allen Ginsberg über den Weg laufen. Trips-Verkäufer. Und mit ein wenig Glück, einem Serienkiller und Sektenanhänger unterwegs zur Apokalypse.

Die Stucky-Eltern gehörten nicht gerade zu denjenigen, die in den Fernen Osten durchbrannten oder sich am Konzert von Jimi Hendrix in die erste Reihe drängten. Aber sie haben diese „Hippie- Nahrung aufgesogen, beinah gegen ihren Willen“, so Erika. Und trotzdem, kehrten sie zurück. Ohne Zwischenstopp. Per Flugzeug. Niemand weiss genau warum. Vielleicht war es der Ruf der Berge. Das tiefe Bedürfnis die Familien-Legende des Kommens-und-Gehens aufrecht zu erhalten.

Von San Francisco nach Mörel. Erika Stucky war damals 10 Jahre alt. Man zog in ein Chalet an der Furkastrasse ein. Drei Stöcke, Geranien auf dem Balkon, grüne Fensterläden. Eine grosse Wiese mit neun Kirschbäumen. Die Stucky-Kinder verkaufen den im Goms gestrandeten Touristen Körbe mit den reifen Früchten. Im hinteren Teil des Gartens stapeln sich Möbel. Wenn er nicht gerade Fleisch verarbeitet sammelt Bruno Stucky Kommoden und Stühle. Er ist Antiquitätenhändler. Heute noch ist in diesem Haus, in dem Erikas Mutter lebt, ein Zimmer für ihn reserviert. Über dem Waschbecken hängt ein Foto von Catherine Deneuve aus Polanskis Film Ekel – die Schauspielerin im Nachthemd, die sich in einem Bidet die Füsse wäscht. An der Türe des Chalets hängt die Inschrift „Welcome to Stucky's Mini-Ranch“.

Es ist schwierig sich vorzustellen, was diese frühe Odyssee für Erika Stucky bedeutete, der Wechsel von einer amerikanischen Stadt, die sich als Mittelpunkt der Welt verstand, in ein Dörfchen im Oberwallis, wo vorbeireisende Deutschschweizer als „Üsserschwizer“ galten. Als Fremdlinge. Die Lehrerin an der amerikanischen Schule fand es hinreissend, dass Erika professionelle Hula-Hoop-Tänzerin werden wollte. In Mörel meinte die Erzieherin, sie solle wohl besser Lehrerin oder Krankenschwester werden. An den Tischen des Cafés verzogen schwarzgekleidete Männer ihren Mund höchstens um einen Ballon Weisswein zu bestellen. Oder um mit einer Sterbensmiene ein düsteres Zäuerli von sich zu geben. Dass man das Jodeln auch als Zäuerli bezeichnet, ist kein Zufall. Sogar die wichtigsten Dinge der Welt werden hier mit Bescheidenheit beschrieben – die kleinen Zäuer –, wo die Stuckys gerade aus einem Land zurückkommen, wo Überfluss als Qualität gewertet wird. Da drüben war alles riesig, hier ist alles beschränkt. Eingezwängt zwischen zwei Pässen. Eingebettet in den Alpen. In diesem Tal zögert sogar die Sonne, sich zu lange zu zeigen.

Trotzdem, vergeblich sucht man bei Erika Stucky nach einer Spur Trauma, nach der leistesten Kritik an diesem Wallis, das man ihr wie ein Heidiland beschrieben hatte. „Man hat uns gesagt, dass wir uns hier nur zu bücken bräuchten um Schokolade vom Boden aufzulesen. Was könnte sich ein Kind denn mehr vom Leben erträumen? Das Wallis ist die Hölle auf Erden wenn du ein Gringo bist. Aber ehrlich gesagt, habe ich nie unter einem Identitätskomplex gelitten.“ Erikas Mutter, Ruthli, muss sich dem prüfenden Blick der anderen Mütter aus Mörel fügen – auf keinen Fall darf das Krebsgeschwür der Hippiebewegung die Kinder des Dorfes anstecken. Mit 13 posiert Erika in der Walliser Tracht. Man überredet sie ohne grosse Mühe, dem lokalen Trachtenverein beizutreten. Sie schwingt Taler, übt sich im Besentanz und im Naturjodel. Und hört weiterhin Bob Dylan, Janis Joplin und Frank Zappa.

n der Vorstellung des Mädchens entsteht eine gigantische Golden Gate Bridge, die das Oberwallis mit Kalifornien verbindet. Erikas Leben, ihre künstlerische Laufbahn ruhen auf dieser imaginären Brücke, die sie nach Belieben überquert, um der einen oder anderen Realität zu entfliehen. Nicht, dass sie sich überall zu Hause fühlt. Im Gegenteil. Alle Orte, die Teil von ihr sind, scheinen ihr exotisch. Mit 9 Jahren gab sie bereits den Ton an. „Ich werde Sängerin.“ Nicht der geringste Zweifel. Sie liebte es, im Mittelpunkt zu stehen. Sie besass schon die nötige Andersartigkeit und Exzess, um zur Diva zu werden. Mit 18 unterrichtete sie an der Skischule auf der Riederalp. Mit einer Freundin aus Zermatt, beschloss sie, wieder loszuziehen. Reiseziel: Südamerika. Die beiden durchqueren Bolivien, Peru, Argentinien, Brasilien. Komischerweise tragen sie in ihren Rucksäcken die Trachten von zu Hause mit sich.

Fragt man Erika nach einer Erklärung dafür, realisiert sie plötzlich wie unangebracht diese Aktion war. Ein junges Mädchen von 18 Jahren, mitten in ihrer Punk-Phase, beschliesst mit einer Gitarre in der Hand loszuziehen: das wäre normal. Aber dass sie sorgfältig ihr Folklore-Gwand in ihr Gepäck verstaut, das überrascht. „Ich glaube, wir hatten das Gefühl, dass wir so leichter mit den Einheimischen Kontakt knüpfen würden.“ Erika findet sich in den Strassen Limas wieder. In der Oberwallisertracht singt sie Lieder von Dean Martin, den Beatles und Connie Francis. Die Freundin kümmert sich um den Hut, Stucky steppt dazu. Von dieser Reise existiert ein Photo. Zwei schweizer Meitli, das Lachen über beide Ohren, posieren mit ihren purpurroten Kleidern und der Spitzenschürze zwischen Indianern im Poncho und Zylinderhut. Eine geniale Idee. Die beiden sind keine weissen Touristen, die sich den exotischen Zirkus fremder Traditionen „reinziehen“ wollen. Sie teilen ihre Wurzeln.

Erika kommt als junge Erwachsene von ihrer Reise zurück. Sie war sogar für einen Moment mit einem Brasilianer verheiratet. Davon erzählt sie den Eltern am Telefon, woraufhin Ruthli in Tränen ausbricht und Bruno den Champagner knallen lässt. Von dieser Urlaubshochzeit bleibt nicht viel übrig. Ein oder zwei Photographien und das Gefühl, einen unglaublichen Coup geleistet zu haben.

Erika schreibt sich an der Scuola Teatro Dimitri im Tessin ein. Die Kurse werden nur von Arzt- und Anwaltszöglingen besucht, sie ist die Tochter eines Metzgers. Die Mitstudenten besitzen eine Kultur, Referenzen, die sie nicht teilt. „Sie sprachen über Literatur. Ich antwortete steaks und cable cars“. Komischerweise fühlt sich Erika in Gegenwart dieser helvetischen Elite, die das Clownhandwerk erlernen will, nicht fehl am Platz. In ihr fliesst Pionier-Blut. Ein Grossvater, der sich zu Beginn des Jahrhunderts aufmachte, um sein Leben neu zu gestalten. Sie empfindet keine Scham, sondern Stolz.

Sie arbeitet vier Monate als Kellnerin und geht drei Monate im Teatro Dimitri zur Schule. Man entlässt sie und empfiehlt ihr, anstatt Clown Schauspielerin zu werden. „Ich war extrem verletzt. Sie hatten vollkommen Recht. Aber ich hätte es vorgezogen, selber zu diesem Schluss zu kommen.“ Bei Dimitri hat man ihr eines eingetrichtert: niemals alte Leute, Besoffene oder Kinder zu spielen. Diese Zusammensetzungen seien niemals glaubhaft. Als Erika ihre Ausbildung an einer Schauspielschule in Paris beginnt, muss sie gleich am ersten Tag einen italienischen, besoffenen Totengräber improvisieren, der auch noch uralt ist. Sie gibt sich dermassen ein und reisst ihren Professor regelrecht vom Hocker. „Der beste betrunkene Greis, den ich je gesehen habe“, ereifert er sich. Sie lebt in Paris in einer Wohngemeinschaft, arbeitet als Kellnerin um mit eigenen Mitteln auszukommen. Am Morgen lernt sie die Kunst des Schauspiels. Am Abend den Jazzgesang. Die Veranlagung dazu hatte sie bereits, nun erlernt sie das Handwerk. In der Nacht besucht sie manchmal Konzerte: Im New Morning oder im Théâtre de la Ville. Sie sieht Miles Davis, der mit dem Rücken zum Publikum spielt; den Sänger Bobby McFerrin, der als Vorband auftritt, enttäuscht sie nicht. Betty Carter, die singt, als ob sie auf einem Schaukelstuhl balancieren würde. Es sind Jahre, in denen alles eine Form annimmt. Sie sieht Jim Jamuschs Film Stranger than Paradise. Sie studiert gerade die commedia dell’arte, weite Gesten und Farce. Im Kino entdeckt sie plötzlich den Miniatureffekt, ein Hochziehen der Augenbraue, das Entsetzen ausdrückt, ein erhobener Finger, der eine Welt zum Schweigen bringt. Ein Künstler muss die Luft zum Schwingen bringen, praktisch ohne sich zu bewegen. Nach und nach – man weiss es heute – wird Erika Stucky zu einer Expertin in diesem Bereich. Es sind nicht Emphase und Extravaganz, die sie ausmachen. Aber diese magnetisierende Aura, die sie besitzt und die einen lärmigen Saal in einen Beichtstuhl verwandelt. Jedes Mal wenn man Stucky sieht und sie unter grossem Geschrei und unter dem Getöse einer Schaufel einen Raum betritt und ihn durchquert, glaubt man augenblicklich, alles verstanden zu haben. Der Rock mit den pinken Blumen, kombiniert zu den Hosen mit den grünen Punkten. Die Haarknoten. Das Make-Up. Der Modellierknete-Jodel. Man denkt, es sei Theater.

Und dann schirrt sie ihr kleines Akkordeon an. Sie covert ein Lied des kalifornischen Poeten Randy Newman – ein Blues-Sänger mit einer riesigen Brille und weissen Haaren, der die entsetzlichsten Geschichten besingt, ohne dass sich jemand aufregen würde. Im Originaltext erzählt Randy vom Mord eines Kindes kurz vor Beginn des Kriegs in Deutschland. Erika hat den Text abgeändert. « There was a girl in 69 (…) And here I lie / I see no sky / My beautiful pearl shells / And I lie very still. » (2) Sie erzählt vom Ertrinken eines Mädchens, das vom Meer träumt. Die meiste Zeit bleibt den Zuschauern, die Erika als Jahrmarktschreierin in kitschiger Aufmachung auftreten sehen, vor Erstaunen der Mund offen. Sie fragen sich, wer diese Frau ist, die den Spagat schafft zwischen schreiender Komik und schmerzlichen, tragischen Balladen. Stuckys Humor lockert die Dramatik auf. Ein Konzert von Erika ist ein Streifzug durch ein Herrenhaus und jede Tür, die geöffnet wird, taucht den Zuschauer in eine andere Welt. Ein amerikanischer Chansonnier, der sich mit seinem Glas Scotch benebelt, ein Walliser Kind, eingetaucht in den Blues der Alpen, ein Clown, der schon beim kleinsten Melodrama in Tränen ausbricht.

Erika Stucky kommt aus Paris zurück mit einer Galerie, wo die Figuren ineinander verschmelzen. Sie sind alle sorgfältig in ihrem Koffer verstaut. Sie kann sie einen nach dem anderen herausnehmen, sie „anziehen“ – all dies in einem aussergewöhnlichen Mischpot von Kulturen und Charakteren. Beginn der 80er-Jahre – Zürich brodelt. Zürich brennt. Stucky wird Mitglied in einer Mädchenband, den Sophisticrats. Sie spielt die Rolle der Amerikanerin. Noch ist die Zeit für den Jodel nicht gekommen. Sie sind zu viert, etwas verrückt, singen a-capella. Sie durchmischen Zirkus und Wagemut, kommen und gehen in ganz Europa, mit der Konstanz einer grotesken Armee. Über Jahre hinweg geben sie fast täglich ein Konzert. Sie sind eine Clique von Akrobaten und Fallschirmspringern; sie kennen einander so gut, dass sie die Hälfte der Vorstellung improvisieren können, ohne dass jemand den geringsten Verdacht hegt. Erika lernt, dass das Auge mitisst. Und dass ein Konzert gleichzeitig ein Bild ist.

Als Erika ein Kind war, zog ihr Vater Bruno bei jeder Gelegenheit seine Super 8-Kamera hervor. Noch heute existieren von dieser Zeit Kurzfilme – gewisse Ausschnitte davon sind im Dokumentarfilm Heimatklänge (3) zu sehen. Erika diktierte ihrem Bruder und ihrer Schwester Krimiszenen. Inspektor Columbo in den Alpen, mit Ketchup, damit es echt aussah. Satte Farben und geräuschlose Filme gehörten so zur visuellen Welt von Erika Stucky. Mit den Sophisticrats beginnen sie, am Ende der Vorstellungen 15-minütige, gefilmte Selbstportraits zu zeigen. Heute könnte man sich Erika nie und nimmer ohne eine Kinoleinwand hinter ihr vorstellen. Ohne die mit der Super-8 gefilmten burlesken Einlagen, in denen sie mit einer Larve maskiert in ihrer Küche posiert, oder sich einen Spass daraus macht, ein Baby über ein Mohnfeld fliegen zu lassen. Zusammen mit ihrer Freundin Sina filmen sie sich in Friedhofskapellen, über ihnen ein drohendes Gewitter oder im Cabriolet auf einer unendlichen Strasse, Thelma & Louise auf dem Weg zu einem krummen Ding. Erika Stucky ist eine Gebieterin. Sie dirigiert alles. Eine Gefolgschaft Männer, die auf das geringste Schwächeanzeichen wartet, um die Herrschaft zu übernehmen. Musiker, die alles gesehen haben, alles kennen und sich sagen, dass man einen weiblichen Leader im Nu bezwingt. Die meiste Zeit bereuen sie es. Stucky versteht es, Aufstände zu bändigen und sich ohne Dirigentenstab Respekt zu verschaffen. Sie arbeitet mit Vorliebe mit Frauen zusammen und fühlt sich nie durch das Weibliche bedroht. Erika schuf mit den Sophisticrats während sieben Jahren bis ins Jahr 1992 und heute mit Sina ein Universum, wo die Geschlechtsfragen feuerwerkartig in Form von Übertretungen und Rollenaustausch thematisiert werden. Erika trägt Lidschatten. Das hindert sie aber keinesfalls daran, ein verflucht guter Bluesman zu sein.

Der erste Bassist der Sophistricrats war ein Schwarzer aus Zimbabwe. Der zweite ist der Vater von Erikas Kind. Das Mädchen heisst Maxine, wie Ava Gardner in Die Nacht des Leguan. Wenn Erika zwischen den Regalen der Migros ein Zäuerli anstimmt, zieht Maxine ihren Kopf ein. Sie schämt sich ein bisschen. Das ist eine Angewohnheit der Familie. Wenn Mutter Ruthli eines ihrer Konzerte besucht und sich plötzlich des Mikrophons bemächtigt, verkriecht sich Erika. „Ruthli ist ein wild chick“, erklärt Erika. Wenn ihre Mutter in der ersten Reihe sitzt, warnt Erika die Musiker, dass die Situation möglicherweise aus dem Ruder laufen könnte. Ruthli steigt auf die Bühne, erzählt ihre kühnen Witze. „Wenn meine Tochter ihren ersten Oscar erhält“, proklamiert sie vor dem verdutzten Publikum, „möchte ich, dass sie allen sagt, wie stolz sie auf ihre Eltern ist, die sie im Geheimen geschaffen haben.“ Der Cowboy der Familie ist nicht der Metzger Bruno, sondern Ruthli.

Erikas Mutter wurde von ihrer eigenen Mutter allein gelassen, wuchs in einem St. Galler Waisenhaus auf und wurde schliesslich von einem Bourgeois aus der Region adoptiert. Sie flieht nach Amerika um ihr Englisch zu verbessern. Mit 50 Jahren sieht sie ihre Mutter wieder, jedoch nicht für lange Zeit. Daher kommt vielleicht dieses unendliche Freiheitsgefühl, das man verspürt, wenn man Erika gegenüber sitzt. Von Ruthli, „dieser unverfrorenen Frau, dieser Einzelgängerin, die mir immer wie eine Zigeunerin vorkam, ein Wesen ohne Wurzeln“. Im Chalet in Mörel verwendete man das Silberbesteck, dass Ruthli von ihrem Adoptivvater geerbt hatte, um Nägel einzuschlagen. Man schlug so fest man konnte, um in diesem einzigen Indiz einer möglichen Herkunft möglichst viele Beulen zu hinterlassen. „Überall wo ich hinging fühlte ich mich zu Hause, weil ich lernen musste, fremde Orte als home zu bezeichnen.“ Als sich die Gruppe Sophisticrats trennt, gründet Erika Stucky mit ihrem Freund Marco Raoult Bubble Town.

Bubbles, Blasen, kommen in Erikas Leben immer wieder vor. Diesen Namen gibt sie ihren Projekten, ihren Alben, einer imaginären Welt, die wie zu schweben scheint – eine ziemlich genaue Definition für ihre paradoxe Verankerung in der Welt. Sie erfindet eine eigene Sprache, Bubblinisch, die sie auf den südafrikanischen Strassen auffing: ein Dialekt aus Klicklauten, wie Xhosa, Zoulou, Oberwallliserdeutsch, Spanglisch – alles scheint ihr gut genug, vorausgesetzt es sagt alles, ohne etwas genau festzulegen. Zu dieser Zeit liegt die Gemeinsamkeit der Bubble Town-Gruppenmitglieder, deren Musiker aus den verschiedensten Ländern stammen, diese fiktive Stadt, die alle Träume entstehen lässt. Witzig, wenn man sich das vorzustellen versucht. Auf dem Weg zur einer tiefgründigen Identitätsfindung trifft Erika einen Herrn mit weissen Haaren, ursprünglich aus Basel, der sich aber als Amerikaner versteht und wie Gunter Sachs aussieht.Er heisst George Gruntz und könnte ohne weiteres der eindrücklichste Orchesterdirigent sein, den die Schweiz je hervorgebracht hat.

Im Jahr 1994 hört Gruntz Erikas Zäuerli, der die Sehnsüchte der gesamten Walliser Bauernschaft widerspiegelt. Sie unterrichtet Gesang an der Basler Jazzschule. Sie führt ihr Talerschwingen vor, lässt den Fünfliber rollen und die Münze singt auf der Kante – ähnlich der Pygmäenchöre in Zentralafrika, wo das Flüstern des Waldes die schwarzen Jodelgesänge begleitet. Erika verfremdet den Alpsegen, die Berglerhymne, in einen Blues des Deltas. Gruntz ist überwältigt. Unermüdlich ruft er Erika an, um sie davon zu überzeugen in seiner Jazzband mitzumachen. Wenige Wochen später taucht sie am Berliner Jazzfestival auf, wo Gruntz als künstlerischer Direktor die Leitung hat. Sie tritt gemeinsam mit legendären, heute in Enzyklopädien aufgenommene Jazzkünstler auf: Joe Henderson, Elvin Jones. Der Schlagzeuger von John Coltrane sieht sie in Schwingerhosen auftreten, mit einer Knoblauchkette um den Hals, um die bösen Geister zu vertreiben. Er ist fasziniert von ihrer Persönlichkeit. Und fragt sich, in welches teutonische Theater er geraten ist. Dieser Augenblick, in dem alles ins Komödienhafte, ins Lächerliche abgleiten konnte, bringt Erika weiter. Sie hält durch. „Ich musste mein Ding mit diesen Legenden des amerikanischen Jazz durchziehen. Alles, was ich bis anhin geschaffen hatte, wurde plötzlich klar. Diese Mischung, das war ich.“ Im Orchester von Gruntz trifft sie auf Art Baron und Ray Anderson, zwei amerikanische Posaunisten. Die beiden haben bereits mit Duke Ellington, Aretha Franklin oder Henry Threadgill gespielt. Wähend dieser Europatournee, die sie nach St. Petersburg führt, verbringen sie ihre Zeit damit, auf den Rest von Gruntz’ Big Band zu warten. Sie trinken Wodka und träumen von einem Trio: eine Sängerin und zwei Bläser im Hintergrund. Ein gewagtes Unterfangen. Erika zögert keine Sekunde. „Während den ersten Proben fragten beide, ob man nicht doch eine Gitarre oder ein Schlagzeug hinzunehmen sollte. Nein. Man musste es wagen. Wir haben uns an dieses Gefühl der Nacktheit gewöhnt. Manchmal erschreckt mich mein eigener Mut.“ Das Trio wird Bubbles and Bones getauft. Und es rockt. Es ist das erste Album, das 2001 unter dem Namen von Erika Stucky erscheint. Auf dem Album singt sie Roxanne von Police, There was a girl in 69 von Randy Newman, Squeeze me von Duke Ellington, I want you von den Beatles, ein ausgeflipptes Zäuerli und Walk this way von Aerosmith. Das ist ganz Stucky. Amerikanische Songs, akrobatisch gecovert, gebettet auf blumigen Alpen.

Erika Stucky war auch zuvor bekannt. Die Schweizer Illustrierte wollte einen Beitrag über die Sophisticrats gestalten, von der italienischen Rai wurden sie zu einem Auftritt während der Prime Time eingeladen. Sie waren süss, talentiert, ein klein wenig celebrity-resistent (ganz im Sinne der Punk-Bewegung). Stucky machte niemals Lieblichkeits-Kompromisse. Wenn sie von Schweizer Institutionen eingeladen wird, um ihre modernen und gleichzeitig verwurzelten Jodels vorzutragen, bringt sie ihren eigenen Stil ein, ohne sich um Diplomatie zu scheren. Kürzlich gab sie ihrem Auftritt vor einer Delegation Schweizer Politiker in Shanghai einen Chinesischen Anstrich. Und gewisse fanden es ungeheuerlich, dass Stucky ihr Zäuerli nicht diszipliniert und traditionsgetreu vortrug. Sie war über die Polemik, die daraus entstand nicht erfreut. Sie hätte auch gelitten, hätte es sich nicht um einen so offensichtlich fabrizierten Skandal gehandelt. Erika Stucky will nicht provozieren. Sie will nur dem unauflösbaren Faden ihrer Kunst folgen.

In China erlebte sie Tourneen, wo man ihr vor Fernsehsendungen eine Liste mit untersagten Themen in die Hand drückte. Kein Wort über liberale Bewegungen, Politik, Arbeitslager und Tibet. Sie hat darüber nachgedacht, einen Jodel auf die Silben „Dalaï-aï-aï-aï-lama“ zu kreieren. Seit jeher entwickelt Stucky eine Art Capoeira-Strategie: so tun als ob man Schläge austeilen und einstecken würde, über Umwege angreifen, niemals frontal. Wenn man Stucky als „Service-Schweizerin“ oder als Lilith an die Expo.02 einlädt, spielt sie den Don Quichotte gegen die Windmühlen. „Wenn meine Arbeit provoziert, überlege ich, was Bob Dylan in einer ähnlichen Situation gemacht hätte. Ich verschwende keine Energie, um Hass hervorzurufen oder mich über die Landesflagge lustig zu machen. Ich sage mir, dass Dylan ständig Morddrohungen erhielt, ohne dabei seine Ausdrucksweise zu ändern. Meine Probleme sind im Vergleich dazu belanglos. Ich singe Dinge, die teilweise mit der Schweizer Tradition zu tun haben. Ich muss damit rechnen, dass sich manche bedroht fühlen.“

Trotzdem ist sie eine geniale Botschafterin, eine wandelbare Botschafterin. Wenn sie die kratzenden Töne von Randy Newman hört, weint sie – genauso wie wenn Appenzeller einen Jutz anstimmen. Es sind Furchen nach denen sie jagt. Der Moment, an dem eine alte Form zusammenbricht, oder ein Gesang, den man beherrscht, ausser Kontrolle gerät. Sie liebt den Zweifel, bei den andern. 2006, als sie von der bedeutenden amerikanischen Komponistin Carla Bley engagiert wird, ihre Oper Escalator over the hill neu zu gestalten, ist sie sprachlos: Sie sieht diese Frau, mit ihren strikten Muster, zagen und zögern, geplagt von der Frage, ob sie sich selber gewachsen sein wird. „Carla bekleidet sich mit Zweifeln. Männer zeigen ihre Schwächen generell nicht. Sie akzeptiert sie, bekennt sich sogar zu ihnen.“ Das macht Angst. Mit 8 Jahren wusste Erika, dass sie Sängerin sein würde. Sie hat das nie in Frage gestellt. „In künstlerischer Hinsicht ist es zum Heulen wenn du keine Zweifel hast. Aber janu? Ich wollte nie etwas anderes, als auf einer Bühne zu stehen.“

Erika Stucky liebt Musiker, deren Gesang eine reine Gabe der Natur ist. Manchmal reist sie ins Muotathal um die vier Schönbächler Schwestern zu besuchen. Es ist, als ob sie das Juchzen von den Steinen rund ums Holzhaus gelernt hätten, von den grünen Wiesen, der harmonischen Landschaft ihrer Seelen. Sie setzen sich alle an einen Tisch. Weil man sitzend am besten singt. Sie singen alte Lieder ohne Worte, die an eine ursprüngliche Schweiz erinnern, eine Art Voodoo, würde Erika sagen. Ihr Jodel ist geprägt von Luftlöchern, Tiefausläufer, geht durch heftige Gewitter – er ist nicht gedacht für eine Samstagsabendunterhaltung am Deutschschweizer Fernsehen.(4) Erika Stucky singt mit den Schönbächler Schwestern diesen Jodel, der an die Feuchte des Mississippis erinnert, an den gleichgültigen Gesang der Gefangenen, die Steine zerschlagen. Wenn es eine Schweizer Identität gibt, ist es diese, die Stucky gewählt hat. Ein altes Gedicht, durch das man sich eher dem Universellen nähert als dem nationalen Reduit. Und in manchen Nächten holen Stucky und die Schönbächler ihre Besen und Schneeschaufeln hervor, machen einen Höllenkrach und drehen um einen Pfeiler. Der Sabbat der lieben Hexen, der melodischen Wyvern. „Es ist kein Gesang, es ist ein Kriegsschrei“, hätte Corinna Bille geschrieben. Seit 25 Jahren geht Erika Stucky auf Tournee. Sie lebt nicht wirklich bei ihr zu Hause – ihr Heim ist ein Laptop. Diejenigen, die sie kennen, haben bestimmt mehrere Male gehört, sie wolle es allmählich ein wenig gemütlicher nehmen. Weniger Konzerte. Mehr Zeit um in der Abenddämmerung im Zürichsee baden zu gehen, am Quai ihrer Stadt Thalwil. Lange wohnte sie mit ihrer Tochter in Häusern, die abgerissen werden sollten. Sie blieben jeweils zwei, drei Jahre und zogen dann weiter. Das war ihre Art zu sparen, aber auch sich nie an einen Ort zu binden. Erika Stucky hat vier Alben unter ihrem Namen herausgegeben, unzählige Konzerte wurden aufgenommen. Momentan arbeitet sie in Amsterdam, in einem Apartment mit Sicht auf das gegenüberliegende Apartment und auf ihr rotes Fahrrad, gerade an ihrem nächsten Projekt. Stucky hat den Punkt erreicht, den ein Künstler und besonders ein Schweizer Künstler selten erreicht und in dem es nicht mehr darum geht, permanent zu überzeugen. Sondern zu festigen.

Dabei kämpft sie. Gemeinsam mit ihren Weggefährten, Handwerker ihrer verschiedenen Projekte, Jon Sass, Lucas Niggli aber auch den The Young Gods, mit denen sie ein Woodstock-Projekt auf die Beine gestellt hat, weiss Erika Stucky, dass ein guter Ruf nur die Hälfte des Weges bereitet. In jeder Konzertnacht muss sie mit den Erwartungen, die man an sie stellt, klarkommen. Die Diva des Jodel-Punks. Das Anti-Heidi. Alle diese Formeln, die nichts erklären, aber gerne stereotypisieren. Im Ausland wird Stucky besser beschrieben. Wie diese kosmischen Frauen, wie Meredith Monk oder Laurie Anderson, deren Kunst keinerlei Vergleich sucht. Erika gehört zu dieser Spezies. Sie hat ihr Universum geschaffen – ihre Insel. Sie weiss, dass es immer einige Minuten braucht, damit sich das Publikum, das sie noch nicht kennt, von ihr leiten lässt. Sie ist weder Madame Jodel noch Lady Rock, sie ist etwas anderes, Unerwartetes, etwas Subversives, ein Stuntgirl. Den jungen Mädchen wird geheissen hübsch zu sein, sich zurecht zu machen. Erika Stucky versucht nicht, um jeden Preis hässlich zu sein – sie ist schön, wenn sie sich ihrem Schatten überlässt. Sie ist wie Billie Holiday, frei von Eitelkeit. Einzig darum besorgt, mit ihrer Stimme das Publikum zu durchdringen.

Was Stuckys Schaffen betrifft, wartet man ungeduldig auf die kommenden Jahre. „Wenn ich Musiker sehe, die 60 oder 70 Jahre alt sind, beneide ich sie. Ich weiss, dass sie länger Zeit hatten, ihren Sud köcheln zu lassen.“ Stucky kocht weiter. Sie schustert ihren Weg. Sie rüstet ihre Waffen. Es deutet viel darauf hin, dass ihr angeborener Seiltanzakt ungeahnte Formen einnehmen wird. Sie kümmert sich nicht darum. Auch wenn man sich in der Schweiz oftmals nicht im Klaren darüber ist, dass diese Musikerin etwas zustande brachte, das zuvor nie jemand auch nur gestreift hat. Ihr Freund, der Schlagzeuger Lucas Niggli, erinnert sie manchmal an jenes Bild, das die Schweiz so gut zusammenfasst: „Wenn man Krabben in ein Gefäss gibt, sieht man wie einige, anstatt zu versuchen aus dem Gefäss zu kommen, alles daran setzen, die Stärksten am Ausbrechen zu hindern. Die Schweizer mögen es nicht, wenn man an ihnen vorbeizieht.“ Stucky ist in einem Oberwalliser Dorf aufgewachsen, wo man die anderen Schweizer als „Grüezini“ bezeichnet. Schnell hat sie begriffen, dass einen nicht einzig ein Land, ein Kanton oder ein Tal definiert.

Fragt man sie, woher sie stammt, antwortet sie „aus dem Wallis“. Aber das letzte Mal, als sie mit ihrer Tochter Maxine durch die Strassen von San Francisco fuhr, ertappte sie sich dabei, wie sich ihre Augen röteten. „Das ist das Drama meines Grossvaters. Seit mehr als 100 Jahren kommen und gehen wir ständig. Es ist ein unauslöschliches Erbe, sich mindestens an zwei Orten zu Hause zu fühlen.“ Ich habe Erika Stucky einmal am 1. August gefragt, was sie der Schweiz für die Zukunft wünsche. Ihre Antwort erfolgte ohne Zögern: „Ich wünsche den Schweizern Juchzer und Zäuerli, Jodel, die sie zum Weinen bringen.“ In der Anthologie des Jodels findet man Stucky unter der Kategorie „Avantgarde“. Aber man versteht rasch, dass sie diese Bereiche weniger revolutionieren will, sondern einfach – ob schreiend oder flüsternd – deren utopische Essenz finden möchte.

Arnaud Robert (Herbst 2010)

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(1) Malvina Reynolds, « Kleine Schachteln auf dem Hügel / Kleine Schachteln alle einander so ähnlich / Eines in grün und eines in pink / Und eines in blau und eines in gelb / Und alle sind schäbig gebaut / Und alle sehen genau gleich aus.», 1962.

(2) « Es war ein Mädchen im Jahr 1969 (…)Und hier liege ich / Ich sehe keinen Himmel / Mein wunderschönes Perlencollier / Und ich liege ganz ruhig da. »

(3) Dokumentarfilm aus dem Jahr 2007, realisiert von Stefan Schwietert. Er porträtiert die Musiker Erika Stucky, Noldi Alder und Christian Zehnder, die alle drei im Jodel beheimatet sind.

(4) Erika Stucky nennt ihr Album von 2007 Suicidal Yodels. In Anspielung an die hohe Schweizer Suizidrate und den bluesige Traurigkeit, die so typisch ist für die Oberwalliser Zäuerli.



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