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   Telmo Pires: Fado Promessa: Release-Informationen

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VÖ: 19.10.2012
EAN/UPC: 705304457726
Traumton CD: 4577

Von einem, der auszog ...

Fado Promessa | Fado Versprechen - das neue Album von Telmo Pires ist das erste, das er in Portugal aufgenommen hat.

Als Prototyp des modernen Europäers pendelte der in Portugal geborene Pires lange Zeit zwischen seiner Heimat und den urbanen Metropolen Paris und Berlin. Die Einflüsse dieser unterschiedlichen Kulturen und Lebensgefühle bildeten die Basis für sein künstlerisches Schaffen. Liebe und Respekt für die eigenen kulturellen Wurzeln und Offenheit und Sensibilität für musikalische Begegnungen brachten seine für den Fado außergewöhnliche Stilistik hervor. So schrieb das Berliner Magazin Zitty: „Pires findet immer mehr zu seiner individuellen Interpretation der portugiesischen Seelenmusik, die sich voller Hochachtung vor der Tradition verneigt, sich den Einflüssen eines Lebens in Berlin aber nicht verschließt.”
Zehn Jahre verbrachte Telmo Pires in seiner Wahlheimat Berlin, bevor er sich 2011 entschloß, seine musikalische Arbeit in Lissabon fortzusetzen und in seine Heimat und in die Geburtsstadt des Fado zurückkehrte. Es war offenbar der richtige Ort zum richtigen Zeitpunkt; obwohl er noch nie in Portugal gearbeitet hatte, gelang es ihm auf Anhieb, zahlreiche Kontakte zu knüpfen und Musiker und Kollegen mit seiner Persönlichkeit und seinem Talent zu beeindrucken. Einer dieser Musiker sollte einige Monate später der Produzent seines neuen Albums werden: Davide Zaccaria.

Zaccaria gehört zu den renommiertesten Musikern des Landes. Als Komponist, Cellist, Arrangeur und musikalischer Leiter arbeitete er mit bedeutenden Musikern und Interpreten, deren Bekanntheit heute weit über Portugals Grenzen hinaus reicht. Zu ihnen zählen Fado-Stars wie Mariza, Ana Moura, Dulce Pontes, Jorge Fernando (dieser entdeckte Mariza und Ana Moura), sowie der Grandseigneur des Fado Carlos do Carmo und Paulo de Carvalho, um nur einige von ihnen zu nennen. An Telmo Pires begeisterte Zaccaria nicht nur dessen Stimme und Talent, sondern auch seine unvoreingenommene, offene Art und sein Mut, mit Fado auf eine sehr individuelle Art umzugehen. Dazu gehört auch, dass Pires mehr ist, als „nur“ Interpret, als Texter und Komponist ist er eine große Ausnahme unter den Fado-Sängern.

Im Herbst 2011 begannen die Aufnahmen zu „Fado Promessa“ und einige der bekanntesten Fado-Musiker sind an der Produktion beteiligt. Fernando Silva, ein Meister der portugiesischen Gitarre, Luis Pontes, einer der innovativsten Begleiter an der akkustischen Gitarre. Kontrabassist José Canha, spielte mit Mariza bereits vor ihrem großen Durchbruch und natürlich Produzent Davide Zaccaria selbst am Cello und verantwortlich für die Arrangements. Als zusätzlicher Tontechniker wurde António Pinheiro gewonnen, der schon in den 80ern mit Pop-Star António Variações arbeitete und später jahrelang Madredeus auf ihren Reisen als Tontechniker begleitete.

10 Songs hat Telmo Pires für sein portugiesisches Debut ausgewählt. Neu arrangierte, klassische Fados, zum größten Teil mit eigenen Texten, wie „Bem acompanhado / Fado Magala“, „Se esta alma tivesse voz / Fado primavera“ klingen völlig neu. „Meu amor“, „Morena“ und „Reis e rainhas“ zeigen seine Songwriterqualitäten . Die Musik zu „Estranho lugar“ und „Sonho meu“ stammen aus der Feder des Produzenten Zaccaria. Nur bei zwei Songs hat Pires weder am Text noch an der Musik mitgewirkt: „A voz que tenho“, ein „fado tradicional“, bekannt als „Fado Esmeraldinha“ und „Verdes são os campos“, ein Gedicht des Nationaldichters Luis de Camões aus dem 16. jahrhundert vertont vom berühmtesten portugiesischen Singer/Songwriter José Afonso. Das Album schliesst mit „Os navios“, einer Bearbeitung des Titels „Tango to Evora“ der Kanadierin Loreena McKennitt. Sichtlich beeindruckt von Text, Arrangement und Interpretation von Telmo Pires, gestattete sie ihm die Veröffentlichung seiner Version auf „Fado Promessa“.

Im Juli gaben Telmo Pires und seine portugiesische Band das Premierenkonzert im Theater seiner Heimatstadt Bragança und wurden dort mit Jubel und standing ovations von der Bühne verabschiedet. Es fühlte sich an, als sei er angekommen.

Davide Zaccaria: „Als Sänger und Musiker ist Telmo Pires ein Vorbild dafür, wie man mit Fado zeitgemäß und authentisch umgehen kann – immer mit Bewusstsein über und Respekt für die Vergangenheit.“

Telmo Pires: „Fado heisst Schicksal. Wir alle haben unseren eigenen Fado. Ich kann nicht das sein, was andere vor mir gewesen sind. In mir und durch mich entsteht Neues. Ich arbeite unkonventionell, weil mein ganzes Leben unkonventionell ist.“



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