{"id":11676,"date":"2025-03-22T14:21:00","date_gmt":"2025-03-22T13:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/?p=11676"},"modified":"2025-05-09T00:11:29","modified_gmt":"2025-05-08T22:11:29","slug":"fabian-dudek-new-album-this-every-place","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/fabian-dudek-new-album-this-every-place\/","title":{"rendered":"Fabian Dudek &#8211; new album &#8211; This Every Place"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left has-medium-font-size\">New album &#8211; Fabian Dudek &#8211; This Every Place<\/p>\n\n\n\n<p>Release May 9, 2025<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><strong>Lineup:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fabian Dudek:<\/strong>&nbsp;alto-saxophone, flute, compositions<br><strong>Ingrid Laubrock:&nbsp;<\/strong>soprano- &amp; tenor-saxophone<br><strong>Felix Hauptmann:<\/strong>&nbsp;piano, synthesizer<br><strong>David Helm:<\/strong>&nbsp;bass<br><strong>Fabian Arends:<\/strong>&nbsp;drums<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2022 ver\u00f6ffentlicht Fabian Dudek allj\u00e4hrlich ein neues Album und jedes scheint seinen Vorg\u00e4nger ein wenig zu \u00fcbertreffen. Die zweite Produktion seines Quartetts,&nbsp;<em>Isolated Flowers<\/em>, wurde f\u00fcr den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert, die Jury der Horst und Gretl Will-Stiftung lobte damals unter anderem die \u201ebestechende Mischung aus [\u2026] instrumentaler Virtuosit\u00e4t und mehrb\u00f6dig-eigensinniger Klanggestaltung\u201c. 2023 pr\u00e4sentierte Dudek mit dem Sextett La Campagne das vielschichtige Album&nbsp;<em>Protecting A Picture That\u2019s Fading<\/em>, dessen \u201eEreignisdichte in gravit\u00e4tischen Kompositionen\u201c (FAZ) ihm eine Nominierung f\u00fcr den Deutschen Jazzpreis einbrachte. Im vergangenen Jahr wurde die Quartett-Produktion&nbsp;<em>Distant Skies, We Dream<\/em>&nbsp;erneut von Presse und Publikum gefeiert. Die Badische Zeitung war von der \u201esicheren Balance zwischen formaler Strenge und ungebundenem Spiel\u201c begeistert, NRW Jazz h\u00f6rte \u201eatemberaubende Musik mit krummen Metren, gegen traditionelle Normen gespielt\u201c und res\u00fcmierte: \u201eein expressiver, dichter, beinahe unlimitierter, zeitgen\u00f6ssischer Jazz der Extraklasse.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das neue Album&nbsp;<em>This Every Place<\/em>&nbsp;untermauert den Eindruck, dass Fabian Dudek anscheinend \u00fcber einen unersch\u00f6pflichen Ideenreichtum verf\u00fcgt. Gleichzeitig wird sein individueller Sound (als Instrumentalist wie als Komponist) immer konkreter, sein Gestaltungswillen weitreichender. Erstmals hat der Bandleader sein Quartett um eine international renommierte Pers\u00f6nlichkeit erweitert, n\u00e4mlich der Saxofonistin Ingrid Laubrock. \u201eNach drei Quartett-Alben empfand ich es als ebenso logischen wie spannenden Schritt, jemanden dazu zu nehmen\u201c, erkl\u00e4rt Dudek. \u201eLaubrock war die erste und einzige, die ich gefragt habe, weil sie mich schon seit einer Weile inspiriert, in der Art wie sie spielt und auch was sie komponiert.\u201c Offenbar beruht das Interesse auf Gegenseitigkeit, denn das gemeinsame Projekt soll weitergef\u00fchrt werden. Doch das nur nebenbei.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch hatte ihr meine Kompositionen f\u00fcr ein komplettes Konzert-Programm geschickt und als sie nach Deutschland kam, war sie bestens vorbereitet\u201c, erinnert sich Dudek. Auf zwei Tage Proben folgten zwei Konzerte, in R\u00fcsselsheim und im K\u00f6lner Stadtgarten. Letzteres wurde mitgeschnitten, Zeit f\u00fcr weitere Aufnahmen fand sich am n\u00e4chsten Tag. \u201eWir hatten das Gl\u00fcck, dass wir unser Live-Setup im Saal stehen lassen und tags darauf einfach weiter spielen konnten, wieder unter Live-Bedingungen, nur eben ohne Publikum.\u201c Aus den Mitschnitten suchte Dudek vier St\u00fccke von sieben bis achtzehn Minuten L\u00e4nge aus, die eine intensive, zuweilen energiegeladene und verdichtete, dann wieder transparente Essenz der Aufnahmen bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch m\u00f6chte nicht, dass die Alben extrem lang werden\u201c, erkl\u00e4rt Dudek und vergleicht sie mit seinen Erfahrungen in Museen: wenn die Ausstellung zu gro\u00df werde, sei der erste Eindruck am Ende schon wieder vergangen. \u201eGrunds\u00e4tzlich m\u00f6chte ich die Menschen mit der Musik erreichen, dabei Interpretationsspielr\u00e4ume lassen und Angriffsfl\u00e4chen bieten, aber die H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer nicht zusch\u00fctten.\u201c Tats\u00e4chlich sind die Kompositionen und Improvisationen auf&nbsp;<em>This Every Place<\/em>&nbsp;so gehaltvoll, dass sie beim wiederholten H\u00f6ren immer neue Details offenbaren.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch nie habe er f\u00fcr zwei Saxofone geschrieben, sagt Fabian Dudek, daher habe er sich anfangs auch mit der Frage besch\u00e4ftigt, wie sich die Erweiterung auf das Gef\u00fcge seiner seit 2018 bestehenden Band auswirkt. Der vermeintlich herausfordernde Kompositionsprozess sei dann aber doch recht unkompliziert und \u00fcberwiegend intuitiv abgelaufen. Einige der neuen St\u00fccke wurden in der Folge schon im Quartett ausprobiert und -formuliert, noch ehe Laubrock zur Band stie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKurz vor dem Schreiben war ich zwei Mal in New York, daher haben drei der vier St\u00fccke einen ziemlich direkten Bezug zu der Stadt\u201c, erz\u00e4hlt Dudek. Zum Auftakt des Albums reflektiert&nbsp;<em>Ice House Celebration<\/em>&nbsp;ein Erlebnis in einer Bar in Brooklyn. \u201eEine Gruppe von Leuten setzte sich zu uns an den Tisch und es stellte sich heraus, dass sie aus verschiedenen Orten zusammen gekommen waren, um den Tod eines Bekannten zu gedenken. Dieses Treffen wirkte nat\u00fcrlich traurig, aber auf eine gewisse Art auch sch\u00f6n.\u201c Hier ist Ingrid Laubrock am Sopran-Saxofon zu h\u00f6ren, w\u00e4hrend sie in allen folgenden St\u00fccken Tenor spielt. Ebenfalls eine Bar-Erinnerung, wenngleich in einer ganz anderen Stimmung, ist&nbsp;<em>Streetlight Dawn<\/em>, dessen Name von einem Cocktail in Manhattan stammt \u2013 \u201ees war ein guter Abend\u201c, grinst Dudek.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das anf\u00e4nglich fast eing\u00e4ngige&nbsp;<em>Beach<\/em>&nbsp;bedient sich der Komponist listig einiger Akkorde, die einst von den Beach Boys in&nbsp;<em>Surfer Girl<\/em>&nbsp;verwendet wurden. Dudek abstrahiert sie recht stark und bald drehen die Saxofone in eine andere, angespanntere Richtung. Trotzdem leuchten auch sp\u00e4ter wieder sommerliche Assoziationen auf. Das umfangreichste St\u00fcck der CD,&nbsp;<em>Where Thoughts Provoke<\/em>, ist von einem Gem\u00e4lde Henry Taylors im Whitney Museum inspiriert. \u201eHier habe ich eine andere Kompositionsweise angewandt, teilweise auch nur Anweisungen statt Noten aufgeschrieben. Aber nicht nur deswegen ist es offener. Es gibt mehrere Ideen, die sich kombinieren lassen und nicht linear ablaufen m\u00fcssen, diese \u201aBausteine\u2018 sind flexibel kombinierbar. Daher klingt das St\u00fcck immer anders und vermutlich nie wieder so wie auf der Platte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Schon auf dem letztj\u00e4hrigen Album fielen die flie\u00dfenden, sich stetig wandelnden Rhythmen Dudeks auf. Dieses Konzept \u201emorphender Grooves\u201c, die von Takt zu Takt andere Gestalt annehmen, findet sich auf dem neuen Werk wieder. Wichtig ist Dudek das Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Fl\u00fcssen und experimentellen Kontrasten. Und dass der Flow zu&nbsp;sp\u00fcren&nbsp;ist, obwohl man die komplexe Rhythmik vielleicht nicht vollst\u00e4ndig zu analysieren vermag. \u201e<em>Distant Skies\u2026<\/em>&nbsp;hat das Fass aufgemacht, durch den Umstieg auf E-Bass und den st\u00e4rkeren Einsatz des Synthesizers. Auf diesem Fundament haben wir nun mit Ingrid aufgebaut und, teils ad hoc, neue Formen kreiert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Eine etwas andere Struktur nutzt \u201e<em>Streetlight Dawn<\/em>\u201c und zeigt, so Dudek, einen weiteren Weg in die Zukunft. In den Grooves und klaren 4\/4-Takten am Anfang und Ende des St\u00fccks finden sich Hip Hop-Einfl\u00fcsse, die der Musik eine nahbarere Ausstrahlung verleihen. \u201eEs ist mein erstes Experiment in diese Richtung, hin zu spontan erfassbaren Formen. Aber zwischendrin entf\u00fchre ich dann doch wieder in ein etwas undurchschaubareres Labyrinth. Mein Ziel ist eine Mischung, die Spa\u00df macht und gleichzeitig Br\u00fccken zum Abstrakten schl\u00e4gt, die alle Menschen einl\u00e4dt, sie zu begehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Musik, die emotional und durch intellektuelle Raffinesse anspricht, die unterhaltende Aspekte bietet und gleichzeitig eine Kunstform darstellt. Das schwebt Fabian Dudek vor und wird von&nbsp;<em>This Every Place<\/em>&nbsp;eingel\u00f6st. Mit seinen klugen bis ausgefuchsten Kompositionen, extrem aufmerksamen und variablen Mitspielern sowie enorm ausdrucksstarken Saxofon-Duetten mit Gast-Star Ingrid Laubrock setzt er erneut markante Zeichen in die zeitgen\u00f6ssische internationale Musiklandschaft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-spotify wp-block-embed-spotify wp-embed-aspect-21-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe hcb-fetch-image-from=\"https:\/\/open.spotify.com\/intl-de\/album\/2yXALuDuAhU8XSG0te8lv9?si=DEP9-a3NT6i-dMx0_lZbCA\" title=\"Spotify Embed: This Every Place\" style=\"border-radius: 12px\" width=\"100%\" height=\"352\" frameborder=\"0\" allowfullscreen allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/album\/2yXALuDuAhU8XSG0te8lv9?si=DEP9-a3NT6i-dMx0_lZbCA&#038;utm_source=oembed\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>New album &#8211; Fabian Dudek &#8211; This Every Place- out now<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11580,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,2,41],"tags":[],"class_list":["post-11676","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-fresh-news","category-out-now"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11676"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11676\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11796,"href":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11676\/revisions\/11796"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11580"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.traumton.de\/records\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}