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Sebastian Sternal – new album Thelonia

03/06/2022
Fresh News, Out now

Sebastian Sternal – Thelonia

June 03, 2022
EAN/UPC: 705304470725
Traumton CD: 4707

„Den Entschluss für ein Soloalbum hatte ich schon eine ganze Weile vor der Pandemie gefasst“, räumt Sebastian Sternal ein mögliches Missverständnis umgehend aus. Dass der vielfach ausgezeichnete (WDR-Jazzpreis, Neuer Deutscher Jazzpreis u.a.) Pianist und Komponist nach bald 20 Jahren Profi-Karriere nun sein erstes Solo-Werk vorstellt, mag manche überraschen. Hat er doch mit seiner großformatigen Symphonic Society auf zwei Alben (beide erhielten Jazz-Echos, Vol.2 auch den Jahrespreis der dt. Schallplattenkritik) u.a. durch die Kombination von Jazz-Oktett und Streichquartett äußerst erfolgreich Genregrenzen aufgelöst. Danach brillierte Sternal im dynamischen Trio mit dem amerikanischen Star-Bassisten Larry Grenadier und Jonas Burgwinkel – für das Album Home erhielt er 2018 seinen dritten Echo.

Eine Einspielung im Alleingang, mit dem Flügel als singulärem Gravitationszentrum, war für Sebastian Sternal eine logische Entwicklung, nach all seinen verschiedenen früheren Projekten. Zu denen auch noch unterschiedliche Duos zählen, etwa mit Frederik Köster. Bei der Umsetzung des Plans kamen die besonderen Umstände des Jahres 2020 nicht ganz ungelegen. „Der ersten Aufregung über Corona im März folgte die Phase, in der alle ruhig zuhause blieben“, erinnert er sich. „So ging es mir natürlich auch. Ohne Konzerte und Außentermine änderte sich mein Leben tiefgreifend. Also habe ich einige Wochen lang viel alleine am Klavier gesessen und intensiv gearbeitet.“ Zusätzlich angespornt durch einen bereits verabredeten Aufnahme-Termin im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks, begann er eine profunde „künstlerische Forschung“.

Weiterlesen: https://www.traumton.de/records/playlist/2-259/

Olga Reznichenko Trio – new album Somnambule

20/05/2022
Fresh News, Out now

Olga Reznichenko Trio – Somnambule

June 03, 2022
EAN/UPC: 705304470527
Traumton CD: 4705

Wer vom Albumtitel Somnambule auf eine durchweg ruhige, traumverlorene Musik schließt, wird hier öfter mal überrascht. Den Namen des Albums meint Olga Reznichenko nämlich nicht wörtlich, sondern assoziativ. „Es geht nicht direkt ums Schlafwandeln, sondern um unterschiedliche Nacht-Zustände. Dazu gehörten auch halb-bewusste Phasen, in denen meine Gedanken nicht zur Ruhe kommen oder Melodien nachklingen, die ich vorher gespielt habe.“

Der Aufmacher Liquid Salt Sleeps Lost erscheint mit seinen harmonischen Momenten tatsächlich recht lyrisch, doch blitzt zwischen der Nuanciertheit bereits das Energiepotential des Trios auf. Das folgende Restless Stone Stops Motion beginnt ebenfalls poetisch, aber schon im melodischen Hauptmotiv fließen Olga Reznichenkos Klaviertöne etwas schneller, verwirbelt Maximilian Stadtfeld die Takte um einiges dynamischer. Seine individuellen Akzente beflügeln die Improvisationen der Pianistin. Während sie mit einer bemerkenswerten Balance aus Eleganz und Entschlossenheit immer weiter ausgreift, schwingt sich auch Bassist Lorenz Heigenhuber zu einfallsreichen, anspornenden Linien auf. Nach gut vier Minuten und einer kurzen Phase der Kontemplation nimmt das Geschehen eine unvorhersehbare Wendung. Plötzlich dominieren repetitive Figuren, die Reznichenko immer kraftvoller kreiseln und tänzeln lässt und dabei einen eigenen Ausdruck zwischen klassischem Minimalismus und Nik Bärtschs Zen-Grooves findet.

Es kommt nicht so häufig vor, dass ein Debütalbum nach den ersten beiden Tracks und rund 16 Minuten Laufzeit dermaßen beeindruckt.

Weiterlesen: https://www.traumton.de/records/playlist/2-257/

Shake Stew – new album Heat

25/04/2022
Fresh News, Out now

Shake Stew – Heat

March 25, 2022
EAN/UPC: 705304470626
Traumton CD: 4706

Heat ist das fünfte Album seit der Gründung von Shake Stew im Jahr 2016 und liefert den bisher wohl vielfältigsten Gesamteindruck ihrer musikalischen Bandbreite. Zum ersten Mal in der Bandgeschichte gab es Anfang 2021 einen personellen Wechsel in der Bläser-Section, wo die österreichische Alt-Saxofonistin Astrid Wiesinger die Position von Clemens Salesny übernahm. Die Euphorie und musikalische Energie, welche die Band nach dieser Umstellung durchströmte, ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Stücke dieses Albums.

Auch in seiner Entstehungsgeschichte spiegelt sich ein entscheidendes Merkmal, welches die Band von Beginn an begleitet, wider: Seit dem ersten gemeinsam gespielten Ton bahnt sich die Musik des Septetts ihren Weg und bringt dabei unaufhörlich neue Facetten hervor – egal wie widrig die Umstände auch sein mögen. Als die sieben Kompositionen von Heat gegen Ende des Jahres 2020 immer konkretere Formen annahmen, war schnell klar, dass diese Musik so bald wie möglich aufgenommen werden und in die Welt hinausgeschickt werden muss. Bekanntlich bewegte sich die Gesellschaft zu dieser Zeit aber gerade von einem Lockdown zum nächsten und Proben zwischen den teils österreichischen und teils deutschen Musiker*innen konnten nur unter erschwerten Bedingungen realisiert werden. Deshalb wurde der Entschluss gefasst, dass es eines Großprojekts bedarf, um die Band aus dem Pandemie-Alltag zu holen und in eine Umgebung zu bringen, in der sie das in der neuen Besetzung entstandene Feuer auch voll entfachen und auf Platte festhalten kann. Das Cicaleto Studio in Arezzo, in der italienischen Toskana, wurde als dieser Ort ausgewählt und unter großem logistischem Aufwand (Anreisen bis zu 18 Stunden mit diversen Zügen, um den ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten) schaffte es Shake Stew, für fünf Tage in dieser Enklave zu arbeiten und gemeinsam Musik zu machen. Bereits am ersten Abend war allen bewusst, wie wertvoll dieses Zusammentreffen in Zeiten zwischenmenschlicher Isolation ist, und die intensive Energie und Spielfreude dieser Studiosessions lässt sich auf Heat schon nach wenigen Augenblicken erahnen.

Weiterlesen: https://www.traumton.de/records/playlist/2-258/

Fabian Dudek – new album Isolated Flowers

25/03/2022
Fresh News, Out now

Fabian Dudek – Isolated Flowers

March 25, 2022
EAN/UPC: 705304470121
Traumton CD: 4701

2019 veröffentlichte Fabian Dudek Creating Meaning, das Debütalbum seines damals ganz neu formierten Quartetts. Die anschließende Tournee wurde vom Musikfonds gefördert, CD und Konzerte stießen auf begeisterte Resonanz. Auch in den Medien. Der Kölner Stadtanzeiger nannte die Platte schlicht „Meisterwerk“, die FAZ beschrieb Dudek als „echten Überflieger des zeitgenössischen Jazz“ und führte aus: „Unvorhersehbare Wendungen, Kontraste und Verdichtungen tragen durchaus herausfordernde Züge, andererseits bietet die Musik immer wieder Anknüpfungspunkte, auch auf emotionaler Ebene.“ Das Journal Frankfurt notierte: „Die virtuosen Eskapaden des jungen Alt- und Sopran-Saxophonisten faszinieren mit spielerischer Komplexität, darüber hinaus kann Dudek auch als phantasievoller Komponist überzeugen und zuweilen fast lyrisch klingen.“

Weiterlesen https://www.traumton.de/records/playlist/2-256/

Jakob Wundrack – new album With Me In Here

23/03/2022
Fresh News, Out now

Jakob Wundrack – With Me In Here

March 4, 2022
EAN/UPC: 705304470022
Traumton CD: 4700

Karl Ivar Refseth Trio – new album Devotion

18/02/2022
Fresh News, Out now

Karl Ivar Refseth Trio – Devotion

February, 2022
EAN/UPC: 705304470220
Traumton CD: 4702

Florian Favre – new album Idantitâ

21/01/2022
Fresh News, Out now

Florian Favre – Idantitâ

January 21, 2022
EAN/UPC: 705304470428
Traumton CD: 4704

Bleu – new album Deeper

29/10/2021
Fresh News, Out now

Bleu – Deeper

October 29, 2021
EAN/UPC: 705304469620
Traumton CD: 4696

Fabiana Striffler – new album Archiotíc

08/10/2021
Fresh News, Out now

Fabiana Striffler – Archiotíc

October 08, 2021
EAN/UPC: 705304469927
Traumton CD: 4699

Erkin Cavus & Reentko Dirks – Istanbul 1900

24/09/2021
Fresh News, Out now

Erkin Cavus & Reentko Dirks – Istanbul 1900

September 24, 2021
EAN/UPC: 705304469729
Traumton CD: 4697

„Erkin Cavus und Reentko Dirks bringen in ihrer Musik die Welten von Ost und West zusammen.“ (Milliyet, Türkei) 

Vielen erscheint Istanbul als ein von Mythen und Traditionen umrankter Sehnsuchtsort, andere betrachten es als Symbol für wirtschaftlichen Fortschritt. Seit den Gezi Park-Protesten 2013 sieht Westeuropa in der pittoresken Metropole am Bosporus mehr als die Hagia Sofia und andere Kulturdenkmäler. Registriert werden auch gesellschaftliche Entwicklungen. Der Gitarrist Erkin Cavus verbrachte viele Jahre seines Lebens in der riesigen, hochverdichteten und oft hektischen Stadt. Hier hat er Karriere gemacht, an der Seite berühmter Künstler gespielt, ehe er vor rund vier Jahren nach Deutschland zog. 

Nun setzt Cavus, zusammen mit Reentko Dirks, dem historischen Istanbul ein klingendes Denkmal. Inspiriert von Bildern des berühmten Fotografen Ara Güler (1928-2018), der als einfühlsamer und detailverliebter Beobachter zum Chronisten des Lebens seiner Heimatstadt wurde. Seine Aufnahmen des mittlerweile verblassten, teils unwiederbringlich zerstörten Istanbul und der ehedem höchst unterschiedlichen Stadtteile hängen längst in Museen. „Was ihm bildlich gelungen ist, möchten wir musikalisch umsetzen: eine Welt einzufangen und zu bewahren, die es nicht mehr gibt, deren Echos aber noch spürbar sind“, erklärt Reentko Dirks. Heraus gekommen sind suggestive Momentaufnahmen, feingliedrig und nuanciert gespielt. Das Duo konzentriert sich bewusst auf meist ruhige Töne, die das damals noch vergleichsweise langsame Leben assoziieren. Die leise Klangsprache versteht sich auch als Statement zur Gegenwart. Sie setzt sich ab vom heute allgegenwärtigen Getöse, ob im Verkehr oder in der alltäglichen Sprache. So schwingt in der Musik auch eine politische Haltung, die im Booklet ihre Fortsetzung findet: Istanbul 1900 ist 150.000 traditionellen Händlern, Künstlern und Arbeitern gewidmet, die 2020 ihre Arbeit verloren haben.      

Cover und Booklet des Albums zeigen Fotos von Ara Güler, darüber hinaus geben kurze Anmerkungen zu den einzelnen Stücken Fingerzeige auf die darin anklingenden Orte und Szenen. Wer schon einmal am Galata Hafen den geduldigen Anglern zugeschaut hat, mag vielleicht noch unmittelbarer in die stimmungsvolle Musik eintauchen als jene, deren Phantasie und Reiselust von Cavus und Dirks angeregt wird. Auffallend ist, dass die beiden sensiblen und hochversierten Gitarristen typische Stilmittel des Orients allenfalls anklingen lassen, aber nicht ins Zentrum stellen. Noch weniger trumpfen sie mit rasanter Technik auf. Zwar basieren viele Titel auf ungeraden Takten, etwa Galata Liman und Sokak Arasi(jeweils 9/8) oder Pera (17/8), doch machen sich die komplexen Metren im sanften Fluss der Musik kaum bemerkbar, zumindest nicht aufs erste Hören. Gleiches gilt für Vierteltöne. Erkin Cavus ist bekannt für seine Virtuosität auf einem bundlosen Gitarrenhals, der ihm das Spiel von Mikrotönen erlaubt, ähnlich wie auf der Laute Oud. Natürlich gibt es solche Vierteltöne auf Istanbul 1900, sie alleine wirken aber noch nicht stilbildend. Der Gestaltungswillen des Duos reicht weiter und reflektiert die unterschiedlichen persönlichen Hintergründe der beiden Musiker.

 „Damals wurden die Kinder in der fünften Klasse gefragt, welches Instrument sie lernen wollen“, erklärt Erkin Cavus, wie er zum Gitarrenunterricht kam. Geboren 1977 in Bulgarien, verfrachtete ihn der Umzug seiner türkischstämmigen Eltern 1989 nach Istanbul. „Musikalisch war ich von Anfang an eher westlich orientiert. Als Kind lernte ich drei, vier Jahre Klavier, doch schon da schätzte ich den Klang der Gitarre“, so Cavus. Seine auf westliche Klassik fokussierte Ausbildung bereicherte er durch Aktivitäten in verschiedenen Bands. 1996 begann Cavus, seine Technik auf dem bundlosen Hals zu entwickeln und ließ sich eine erste Spezialgitarre bauen. Inspiriert von Erkan Ogur, der laut Cavus als Pionier diese neue Spieltechnik etablierte. „Unter Gitarristen, die sich mit Viertel- und Mikrotönen beschäftigten, war das ein enormes Thema“, erinnert sich Cavus. Anfang der Zweitausender reifte in ihm der Plan, ein Meisterklassenstudium in Deutschland zu absolvieren. Er begann in Weimar und wechselte dann nach Dresden, weil die dortige Hochschule einen multi-stilistischen Studiengang für Gitarre anbot. Genau dieser hatte auch Reentko Dirks angelockt. Ab 2003 bildeten die beiden das Duo Kalkan, im gleichen Jahr lud Cavus Erkan Ogur für Konzerte nach Dresden ein. Später feierte Kalkan erste Erfolge: das Duo gewann den Sonderpreis beim internationalen Gitarrenwettbewerb in Osnabrück, veröffentlichte das Album Planet Kalkan, schrieb einen Spielfilm-Score. 2005 musste Cavus zurück nach Istanbul. In den folgenden Jahren spielte er immer wieder mit Ogur, aber auch in der Band des türkischen Popstars Ferhat Göcer. 

Unterdessen machte Reentko Dirks (*1979) in Deutschland Karriere. Er entwickelte individuelle Spieltechniken auf der Gitarre, setzte sich intensiv mit Flamenco und arabischer Musik auseinander, wohnte ein halbes Jahr in Jerusalem. Für sein Album Sounds For The Silver Screen  arbeitete er teilweise mit dem Komponisten Richard Horowitz, das folgende Le Cirque wurde 2013 für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert. Zwischenzeitlich spielte Dirks mit internationalen Großmeistern (Yo-Yo Ma, Giora Feidman) und deutschen Pop-Stars (Ben Becker, Bosse, Max Mutzke). Die von Dirks co-arrangierte und eingespielte CD Carmen mit Ksenija Sidorova erhielt 2017 den Klassik-Echo. Seit 2019 ist er festes Mitglied des Quartetts Masaa, dessen poetische Songs zwischen arabischer Melodik und Jazz changieren und weithin hoch gelobt werden. 

2017 zog Erkin Cavus unter dem Eindruck der Entwicklungen in der Türkei mit seiner Frau und zwei Kindern nach Dresden, diesmal um zu bleiben. „Wir haben uns getroffen und konnten trotz längerer Pause direkt wieder an frühere Zeiten anknüpfen“, erzählt Cavus hörbar begeistert. „Natürlich hatten wir uns zwischendurch immer mal gegenseitig besucht und auch vereinzelte Konzerte ohne Proben gegeben“, beschreibt Dirks das andauernde intuitive Einverständnis, das er „blindes Vertrauen“ nennt. Es resultiere auch aus der freundschaftlichen, fast schon familiären Nähe abseits der Musik und der klaren Rollenverteilung untereinander: Cavus übernimmt meist die Melodieführung, Dirks die rhythmischen bis perkussiven Parts.  

Bei der Entwicklung des Repertoires für Istanbul 1900 hat sich das Duo bewusst Zeit genommen. Der stärkste kompositorische „Flow“ entwickelte sich in den Wochen vor dem Studiotermin. Die individuelle Form der Stücke, die absichtsvoll konkrete Jazz- wie traditionellen Bezüge vermeidet, „hat sich ungeplant entwickelt“, so Dirks und Cavus sekundiert: „Eine direkte Anlehnung an Maqam-Ästhetik hätte vorausgesetzt, das wir beide vierteltönig spielen. Mit der Integration von harmonischen Aspekten geht es dagegen direkt und unweigerlich nach Westen.“ 

Letztlich hat auch der Aufnahmeort seine Spuren hinterlassen. „Das Waldhaus-Studio liegt tatsächlich mitten in der Natur und ist eine wundervolle Insel. Wir konnten uns dort, abseits von Autoverkehr und Internet, schnell in die alte Zeit vertiefen und uns völlig fokussieren. Wahrscheinlich hat diese Stimmung das Album noch etwas impressionistischer werden lassen“, konstatiert Reentko Dirks. Das mag auch die bemerkenswerte Klarheit der Einspielungen erklären, die nachträgliche Edits überflüssig machte. Dafür genügten zwei Aufnahmetage und ein bis drei Takes pro Stück. 

Istanbul 1900 ist eine atmosphärische Hommage, die mitunter nachdenklich klingt, dann wieder zarte Leichtigkeit suggeriert. Angesichts des Themas Vergänglichkeit und des Umstands, dass Erkin Cavus seiner Heimatstadt nicht ganz freiwillig Adieu sagen musste, ist ein Hauch Melancholie sicher keine überraschung. Gleichwohl vermeiden die beiden Musiker jedes dramatische Pathos. Ihre Töne zeichnen, ganz im Geist der Schwarzweiß-Fotos Ara Gülers, feine Schattierungen. Selbst wenn sie in Moda schwungvoll das Nachtleben der großstädtischen Bohème oder in Pera die Dynamik in Straßencafés und -kneipen nach Feierabend imaginieren. Insgesamt entwickelt Istanbul 1900 einen sehr eigenen, subtilen Zauber, den man so nur selten erlebt. Ganz wie die Stadt, die an der Schnittstelle von Orient und Okzident Welten verbindet.
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