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Fresh News

Shake Stew – new album – TEN ONE TWO – release February 13, 2026

12/02/2026
Coming soon, Fresh News, Shake Stew

Shake Stew on tour:

29.01.26 DE-München – Unterfahrt
30.01.26 DE-München – Unterfahrt
31.01.26 DE-München – Unterfahrt
12.02.26 DE-Dresden – Tonne
13.02.26 DE-Berlin – Gretchen
17.02.26 AT-Wien – Porgy & Bess
18.02.26 AT-Salzburg – Jazzit
19.02.26 AT-Götzis – Jazzambach
20.02.26 AT-Innsbruck – Treibhaus
21.02.26 AT-Gallneukirchen – Altes Hallenbad Kulturpool
07.03.26 FI-Helsinki – Savoy Festival
17.04.26 AT-Graz – Dom im Berg
18.04.26 AT-Wien – Flex
29.04.26 DE-Kempten – Stadttheater
30.04.26 DE-Bonn – Post Tower
01.05.26 DE-Singen – Jazzclub

Shake Stew TEN (c) Victoria Nazarova

Shake Stew – Tour – Zusatzkonzert Wien, 18.4.26 – Flex

11/02/2026
Coming soon, Fresh News, Shake Stew

Shake Stew on tour:

29.01.26 DE-München – Unterfahrt
30.01.26 DE-München – Unterfahrt
31.01.26 DE-München – Unterfahrt
12.02.26 DE-Dresden – Tonne
13.02.26 DE-Berlin – Gretchen
17.02.26 AT-Wien – Porgy & Bess
18.02.26 AT-Salzburg – Jazzit
19.02.26 AT-Götzis – Jazzambach
20.02.26 AT-Innsbruck – Treibhaus
21.02.26 AT-Gallneukirchen – Altes Hallenbad Kulturpool
07.03.26 FI-Helsinki – Savoy Festival
17.04.26 AT-Graz – Dom im Berg
18.04.26 AT-Wien – Flex
29.04.26 DE-Kempten – Stadttheater
30.04.26 DE-Bonn – Post Tower
01.05.26 DE-Singen – Jazzclub

Shake-Stew-Single-Cherry-Pie

Shake Stew – 2. single of the new Album – Cherry Pie – release January 23, 2026

23/01/2026
Fresh News, Out now, Shake Stew

Shake Stew on tour:

29.01.26 DE-München – Unterfahrt
30.01.26 DE-München – Unterfahrt
31.01.26 DE-München – Unterfahrt
12.02.26 DE-Dresden – Tonne
13.02.26 DE-Berlin – Gretchen
17.02.26 AT-Wien – Porgy & Bess
18.02.26 AT-Salzburg – Jazzit
19.02.26 AT-Götzis – Jazzambach
20.02.26 AT-Innsbruck – Treibhaus
21.02.26 AT-Gallneukirchen – Altes Hallenbad Kulturpool
07.03.26 FI-Helsinki – Savoy Festival
17.04.26 AT-Graz – Dom im Berg
18.04.26 AT-Wien – Flex
29.04.26 DE-Kempten – Stadttheater
30.04.26 DE-Bonn – Post Tower
01.05.26 DE-Singen – Jazzclub

Shake Stew – 1. single of the new Album – Ascendance – release November 14. 2025

10/11/2025
Fresh News, Out now, Shake Stew

Shake Stew on tour:

29.01.26 DE-München – Unterfahrt
30.01.26 DE-München – Unterfahrt
31.01.26 DE-München – Unterfahrt
12.02.26 DE-Dresden – Tonne
13.02.26 DE-Berlin – Gretchen
17.02.26 AT-Wien – Porgy & Bess
18.02.26 AT-Salzburg – Jazzit
19.02.26 AT-Götzis – Jazzambach
20.02.26 AT-Innsbruck – Treibhaus
21.02.26 AT-Gallneukirchen – Altes Hallenbad Kulturpool
07.03.26 FI-Helsinki – Savoy Festival
17.04.26 AT-Graz – Dom im Berg
18.04.26 AT-Wien – Flex
29.04.26 DE-Kempten – Stadttheater
30.04.26 DE-Bonn – Post Tower
01.05.26 DE-Singen – Jazzclub

448 Frederik Köster - K. on the Shore MUP

Frederik Köster /NDR Bigband – K. on the Shore

12/09/2025
Fresh News, Out now

Frederik Köster / NDR Bigband – K. on the Shore

Seit mehr als 15 Jahren zählt Frederik Köster zu den prägnanten Figuren der deutschen Jazzszene. Der Kölner Trompeter und Komponist wurde unter anderem in Trilok Gurtus Band auch international bekannt und als Bandleader/Instrumentalist mehrfach ausgezeichnet. Beispielsweise erhielt Köster den WDR- und den Westfahlen-Jazzpreis sowie zwei Jazz-Echos, einen davon für das intime Duo-Album Canada mit Pianist Sebastian Sternal, der auch zu Kösters Quartett Die Verwandlung gehört. Das jüngste Album von Die Verwandlung, Stufen, wurde weithin gelobt. BR Klassik erkannte „eine sich permanent wandelnde Dialektik der Klänge, die von großer, manchmal hymnischer Schönheit sind“ sowie „vielschichtig verflochtene, rhythmische und harmonische Ebenen.“ Auch das Magazin Concerto hob Kösters „großartig nuanciertes Spiel“ hervor. Und die FAZ schrieb anlässlich eines Konzerts: „Die Musiker begeistern […] mit großer dynamischer Spannweite, die von intensiven Energieschüben bis zu A-capella-Passagen reicht. Spielfreude und Raffinesse […] lassen keine Wünsche offen.“

Immer wieder gelingt es Frederik Köster, mit wechselnder Klang-Ästhetik oder unerwarteten Konstellationen zu überraschen. Mal präsentiert seine Band individuelle Fusionen von akustischer Virtuosität und kluger Elektro-Ästhetik (das Album Golden Age stand auf der Longlist des Preises der deutschen Schallplattenkritik), mal verblüfft der Stilist durch eine spektakuläre Orchester-Produktion Homeward Bound Suite. Ein Faible für Bigbands pflegt Köster schon seit seinem Studium an der Kölner HfMT. Seinerzeit spielte er häufiger in großformatigen Ensembles, etwa unter Peter Herbolzheimer oder bei der WDR Bigband. Irgendwann verlegte er sich darauf, nur noch als Solist mit solchen Bands aufzutreten oder für sie zu komponieren. Inspiriert u.a. von Kenny Wheeler (Music For Large & Small Ensembles) und Maria Schneider.

Das aktuelle Projekt mit der NDR Bigband ging von deren Manager Michael Dreyer aus, mit dem Köster seit 15 Jahren gut bekannt ist. „Ich hatte schon seit längerem daran gedacht, ein Projekt mit der NDR Bigband zu machen“, sagt Köster, „dabei geht’s mir aber nicht nur um die Möglichkeiten des Klangkörpers als solchem. Einige der Musiker*innen kenne ich sehr gut, darunter Sandra Hempel, Florian Weber, Klaus Heidenreich. Diese Freundschaften spielen eine wichtige Rolle, ebenso natürlich die Bedingungen, die eine Radio-Bigband bieten kann.“ Letztlich habe sich die Zusammenarbeit zu einem „echten Herzensprojekt“ entwickelt, sagt Köster sichtlich zufrieden.

Rund ein Jahr hat er an Kompositionen und Arrangements gearbeitet, im Wesentlichen konzentriert in zwei Etappen. Währenddessen habe er sich „ein wenig wie ein Architekt gefühlt. Nachdem ich die Skizzen und das Leitmotiv fertig hatte, ging ich an die Orchestrierungen und die Dramaturgie. In dieser Phase habe ich mich intensiv mit Geir Lysne ausgetauscht, der meine Ideen letztlich sehr detailgenau umgesetzt hat.“ Darüber hinaus entwickelte Köster Momente, „die den orchestralen Rahmen verlassen, sich in Spielhaltung, Ausdruck und Klang einer Combo nähern.“ Dazu gehören beispielsweise a capella-Passagen einiger kleinerer Bläsergruppen oder frei angelegte Teile, in denen kollektiv improvisiert werden kann – letztere exemplarisch zu erleben in Arch Duke und HB Wonderland. „Generell hatte ich das Ziel, einigen gewohnten Bigband-Stilistiken etwas entgegen zu setzen“, erklärt Köster, „also Hierarchien aufzubrechen, spezielle Texturen zu gestalten, klassische Muster zu vermeiden.“ Bemerkenswert ist auch die rhythmische Vielfalt der Stücke. Sie reicht vom 9/8 in Yougottadance über 5/4 (About Birds) und 7/8 (About Frogs And Worms) bis zum Walzertakt des finalen Naoko.

Wie schon häufig bei Frederik Köster sind auch seine neuen Stücke von Literatur inspiriert. „Michael weiß, dass ich Fan von Haruki Murakami bin und hatte daher die Idee zu einem Programm, das sich mit dessen Werk beschäftigt. Von selbst wäre ich vermutlich nicht darauf gekommen, einem einzelnen Autor ein ganzes Programm zu widmen. Aber dann dachte ich darüber nach und fand in vielen Texten Anknüpfungs- und Umsetzungspunkte. Und daraus ließ sich auch ein roter Faden entwickeln.“ Beispielsweise übersetzt er die von Murakami häufig kreierten surrealen Szenen in polyphone oder freie Passagen. Insgesamt komponierte Köster eine Art Suite, die wie die Werke des japanischen Autors in vielen Facetten schillern.

Ein typischer Murakami-Charakter ist ein Mann Anfang 30, der nach einer Trennung in einer Sinnkrise steckt und auf eine Reise geht. Ihn beschreibt Köster durch ein Leitmotiv, das in der Suite mehrfach wiederkehrt: im dreiteiligen Aufmacherstück (Lonely Young Man), in „About Frogs and Worms“ und in Closing. Murakamis Roman Kafka am Strand wurde zur Inspirationsquelle für gleich zwei Stücke. „Eins davon, Arch Duke, steht stellvertretend für Szenen in der Geschichte, in denen Musik eine übergeordnete Rolle spielt“, erklärt Köster. „Es gibt ein klassisches Stück von Beethoven, dass auch Arch Duke heißt, das mir beim Schreiben ebenso durch den Kopf ging wie Musik des Impressionismus. Und dazu kommt eine kollektive Improvisation.“

Fast naheliegend, bezieht sich About Birds auf das Buch Mister Aufziehvogel. „Das Stück wird buchstäblich am Anfang aufgezogen, es kommt wie ein Spielzeug langsam in die Gänge. In der Geschichte gibt es ständig Vogelreferenzen und einen Protagonisten, der Aufziehvogel genannt wird. Entsprechend war mein Ziel, die Komposition sehr ’vogelig’ klingen zu lassen, mit vielen gedoppelten Flöten, Klarinetten und Bassklarinette.“ Wie ideenreich Köster Murakamis Fantasien umzusetzen versteht, zeigen weiterhin Yougottadance (Impulsgeber: Tanz mit dem Schafsmann), das rhythmisch einen einen rituellen Tanz imaginiert, sowie das „Liebeslied“ Aomame and Tengo (Inspiration: 1Q84): „Die beiden Protagonisten Aomame und Tengo begegnen sich erst am Schluss des Buches wirklich, so auch Florian am Klavier und ich an der Trompete.“

Immer wieder verblüfft Köster mit listigen Details, die er in seine Stücke eingeflochten hat, ganz zuletzt auch bei Naoko. Hinter den Flügelhorn-Soli von ihm und Percy Pursglove lässt er, einem Abspann ähnlich, noch mal alle Themen der Suite aufleuchten. Mit K On The Shore zeigt Frederik Köster ein weiteres Mal seinen herausragenden Gestaltungswillen nicht nur als Trompeter, sondern ebenso als Komponist und Arrangeur. Und die flexible NDR Bigband mit ihren hochkarätigen Musiker*innen und Solisten verleiht Kösters individuellen Ideenwelten Glanz und Lebendigkeit.

Florian Favre © Stefanie Marcus

Florian Favre – Solo Tour Japan – October 2025

24/07/2025
Florian Favre, Fresh News

Florian Favre

Solo Tour Japan
October 2025

09.10 Haretara Sorani Mame Maite – Tokyo*
10.10 Airegin – Yokohama
11.10 Nardis – Chiba*
12.10 Jazz Flash – Niigata
13.10 Mokkiriya – Kanazawa
17.10 Jazz Gallon – Osaka
18.10 Café Braliva – Nara
19.10 Jazz club Bird – Hiroshima
23.10 La Sone Sario – Joetsu*
24.10 Candy – Chiba
25.10 Noizy Duck – Yamagata*

  • concerts produced by Office Ohsawa

449 Strom & Wasser - Plan C MUP

Strom & Wasser – new album – Plan C

22/03/2025
Allgemein, Fresh News, Out now

New album – Strom & Wasser – Plan C

Album release Plan C Mai 16, 2025

 


Was für ein desolater Zustand, was für hysterische Zeiten.

Alle brüllen herum, keiner hört zu …

Warum also noch eine CD veröffentlichen, wenn alles schon gesagt ist … aber warum eigentlich nicht?

Wenn alle durcheinander reden wird am Ende gehört, wer den längsten Atem hat. Und in dem Moment ein friedliches und freundliches Liedchen zu singen, ist möglicherweise eine ganz gute Idee. 

Diese CD hat alles kriegerischen Tendenzen und dem wachsenden Chor der Wutbürger zum Trotzeine ganze Menge sehr freundlicher Lieder, wie denn auch die Welt eine sehr schöne bleibt, auch wenn ein paar tausen Idioten drauf herumspazieren. 

Viel Freude also beim Anhören wünschen euch Heinz und Strom & Wasser 

446 Fabian Dudek - This Every Place MUP

Fabian Dudek – new album – This Every Place

22/03/2025
Allgemein, Fresh News, Out now

New album – Fabian Dudek – This Every Place

Release May 9, 2025

 Lineup:

Fabian Dudek: alto-saxophone, flute, compositions
Ingrid Laubrock: soprano- & tenor-saxophone
Felix Hauptmann: piano, synthesizer
David Helm: bass
Fabian Arends: drums

Seit 2022 veröffentlicht Fabian Dudek alljährlich ein neues Album und jedes scheint seinen Vorgänger ein wenig zu übertreffen. Die zweite Produktion seines Quartetts, Isolated Flowers, wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert, die Jury der Horst und Gretl Will-Stiftung lobte damals unter anderem die „bestechende Mischung aus […] instrumentaler Virtuosität und mehrbödig-eigensinniger Klanggestaltung“. 2023 präsentierte Dudek mit dem Sextett La Campagne das vielschichtige Album Protecting A Picture That’s Fading, dessen „Ereignisdichte in gravitätischen Kompositionen“ (FAZ) ihm eine Nominierung für den Deutschen Jazzpreis einbrachte. Im vergangenen Jahr wurde die Quartett-Produktion Distant Skies, We Dream erneut von Presse und Publikum gefeiert. Die Badische Zeitung war von der „sicheren Balance zwischen formaler Strenge und ungebundenem Spiel“ begeistert, NRW Jazz hörte „atemberaubende Musik mit krummen Metren, gegen traditionelle Normen gespielt“ und resümierte: „ein expressiver, dichter, beinahe unlimitierter, zeitgenössischer Jazz der Extraklasse.“

Auch das neue Album This Every Place untermauert den Eindruck, dass Fabian Dudek anscheinend über einen unerschöpflichen Ideenreichtum verfügt. Gleichzeitig wird sein individueller Sound (als Instrumentalist wie als Komponist) immer konkreter, sein Gestaltungswillen weitreichender. Erstmals hat der Bandleader sein Quartett um eine international renommierte Persönlichkeit erweitert, nämlich der Saxofonistin Ingrid Laubrock. „Nach drei Quartett-Alben empfand ich es als ebenso logischen wie spannenden Schritt, jemanden dazu zu nehmen“, erklärt Dudek. „Laubrock war die erste und einzige, die ich gefragt habe, weil sie mich schon seit einer Weile inspiriert, in der Art wie sie spielt und auch was sie komponiert.“ Offenbar beruht das Interesse auf Gegenseitigkeit, denn das gemeinsame Projekt soll weitergeführt werden. Doch das nur nebenbei.

„Ich hatte ihr meine Kompositionen für ein komplettes Konzert-Programm geschickt und als sie nach Deutschland kam, war sie bestens vorbereitet“, erinnert sich Dudek. Auf zwei Tage Proben folgten zwei Konzerte, in Rüsselsheim und im Kölner Stadtgarten. Letzteres wurde mitgeschnitten, Zeit für weitere Aufnahmen fand sich am nächsten Tag. „Wir hatten das Glück, dass wir unser Live-Setup im Saal stehen lassen und tags darauf einfach weiter spielen konnten, wieder unter Live-Bedingungen, nur eben ohne Publikum.“ Aus den Mitschnitten suchte Dudek vier Stücke von sieben bis achtzehn Minuten Länge aus, die eine intensive, zuweilen energiegeladene und verdichtete, dann wieder transparente Essenz der Aufnahmen bieten.

„Ich möchte nicht, dass die Alben extrem lang werden“, erklärt Dudek und vergleicht sie mit seinen Erfahrungen in Museen: wenn die Ausstellung zu groß werde, sei der erste Eindruck am Ende schon wieder vergangen. „Grundsätzlich möchte ich die Menschen mit der Musik erreichen, dabei Interpretationsspielräume lassen und Angriffsflächen bieten, aber die Hörerinnen und Hörer nicht zuschütten.“ Tatsächlich sind die Kompositionen und Improvisationen auf This Every Place so gehaltvoll, dass sie beim wiederholten Hören immer neue Details offenbaren.

Noch nie habe er für zwei Saxofone geschrieben, sagt Fabian Dudek, daher habe er sich anfangs auch mit der Frage beschäftigt, wie sich die Erweiterung auf das Gefüge seiner seit 2018 bestehenden Band auswirkt. Der vermeintlich herausfordernde Kompositionsprozess sei dann aber doch recht unkompliziert und überwiegend intuitiv abgelaufen. Einige der neuen Stücke wurden in der Folge schon im Quartett ausprobiert und -formuliert, noch ehe Laubrock zur Band stieß.

„Kurz vor dem Schreiben war ich zwei Mal in New York, daher haben drei der vier Stücke einen ziemlich direkten Bezug zu der Stadt“, erzählt Dudek. Zum Auftakt des Albums reflektiert Ice House Celebration ein Erlebnis in einer Bar in Brooklyn. „Eine Gruppe von Leuten setzte sich zu uns an den Tisch und es stellte sich heraus, dass sie aus verschiedenen Orten zusammen gekommen waren, um den Tod eines Bekannten zu gedenken. Dieses Treffen wirkte natürlich traurig, aber auf eine gewisse Art auch schön.“ Hier ist Ingrid Laubrock am Sopran-Saxofon zu hören, während sie in allen folgenden Stücken Tenor spielt. Ebenfalls eine Bar-Erinnerung, wenngleich in einer ganz anderen Stimmung, ist Streetlight Dawn, dessen Name von einem Cocktail in Manhattan stammt – „es war ein guter Abend“, grinst Dudek.

Für das anfänglich fast eingängige Beach bedient sich der Komponist listig einiger Akkorde, die einst von den Beach Boys in Surfer Girl verwendet wurden. Dudek abstrahiert sie recht stark und bald drehen die Saxofone in eine andere, angespanntere Richtung. Trotzdem leuchten auch später wieder sommerliche Assoziationen auf. Das umfangreichste Stück der CD, Where Thoughts Provoke, ist von einem Gemälde Henry Taylors im Whitney Museum inspiriert. „Hier habe ich eine andere Kompositionsweise angewandt, teilweise auch nur Anweisungen statt Noten aufgeschrieben. Aber nicht nur deswegen ist es offener. Es gibt mehrere Ideen, die sich kombinieren lassen und nicht linear ablaufen müssen, diese ‚Bausteine‘ sind flexibel kombinierbar. Daher klingt das Stück immer anders und vermutlich nie wieder so wie auf der Platte.“

Schon auf dem letztjährigen Album fielen die fließenden, sich stetig wandelnden Rhythmen Dudeks auf. Dieses Konzept „morphender Grooves“, die von Takt zu Takt andere Gestalt annehmen, findet sich auf dem neuen Werk wieder. Wichtig ist Dudek das Spannungsverhältnis zwischen Flüssen und experimentellen Kontrasten. Und dass der Flow zu spüren ist, obwohl man die komplexe Rhythmik vielleicht nicht vollständig zu analysieren vermag. „Distant Skies… hat das Fass aufgemacht, durch den Umstieg auf E-Bass und den stärkeren Einsatz des Synthesizers. Auf diesem Fundament haben wir nun mit Ingrid aufgebaut und, teils ad hoc, neue Formen kreiert.“

Eine etwas andere Struktur nutzt „Streetlight Dawn“ und zeigt, so Dudek, einen weiteren Weg in die Zukunft. In den Grooves und klaren 4/4-Takten am Anfang und Ende des Stücks finden sich Hip Hop-Einflüsse, die der Musik eine nahbarere Ausstrahlung verleihen. „Es ist mein erstes Experiment in diese Richtung, hin zu spontan erfassbaren Formen. Aber zwischendrin entführe ich dann doch wieder in ein etwas undurchschaubareres Labyrinth. Mein Ziel ist eine Mischung, die Spaß macht und gleichzeitig Brücken zum Abstrakten schlägt, die alle Menschen einlädt, sie zu begehen.“

Musik, die emotional und durch intellektuelle Raffinesse anspricht, die unterhaltende Aspekte bietet und gleichzeitig eine Kunstform darstellt. Das schwebt Fabian Dudek vor und wird von This Every Place eingelöst. Mit seinen klugen bis ausgefuchsten Kompositionen, extrem aufmerksamen und variablen Mitspielern sowie enorm ausdrucksstarken Saxofon-Duetten mit Gast-Star Ingrid Laubrock setzt er erneut markante Zeichen in die zeitgenössische internationale Musiklandschaft.

Fabiana Striffler und Olga Reznichenko nominiert für den Jazzpreis 2025

13/03/2025
Fresh News

Wir gratulieren Fabiana Striffler und Olga Reznichenko zu den Nominierungen für einen Jazzpreis 2025 in den Kategorien Saiteninstrumente und Piano/Tasteninstrumente

450 Shake Stew - Lila - Live in Chur 3000

Shake Stew – new single & video „Lila – Live in Chur“

28/02/2025
Allgemein, Fresh News, Out now, Shake Stew

New single & video – Shake Stew – Lila – Live in Chur

Music performed by Shake Stew:
Lukas Kranzelbinder – Double Bass, Mbira
Astrid Wiesinger – Alto Saxophone
Mario Rom – Trumpet
Johannes Schleiermacher – Tenor Saxophone
Oliver Potratz – Fender Bass VI
Nikolaus Dolp – Drums, Percussion
Herbert Pirker – Drums, Percussion

„Lila“ written by Lukas Kranzelbinder
Recorded live on July 27th, 2024 at Postremise Chur as part of „JazzChurFestival“.
Production: 2024 Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), licensed by SRF.
Producer: Roman Hošek, Sound Engineers: Mario Bruderhofer, Svenja Bischoff.
Mix & Mastering by Markus Wallner
Artwork by Schorsch Feierfeil

(C) 2025 by Lukas Kranzelbinder
Published by Traumton Musikverlag

New single & video – Sheke Stew – LILA – Live in Chur


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