Olga Reznichenko gewinnt den SWR Jazzpreis 2026
Jurybegründung
Bewegung! Das scheint ein Credo von Olga Reznichenko zu sein. Extrem aktiv und extrem vielseitig gestaltet die Pianistin den Sound des aktuellen Jazz aus Deutschland maßgeblich mit. O.R.T. heißt ihr langjähriges Trio (mit Lorenz Heigenhuber und Maximilian Stadtfeld), man kann sie aber darüber hinaus auch an sehr vielen anderen musikalischen Orten treffen: zum Beispiel im Quartett Crutches, in Beatdenker’s Polyplay, in Jelena Kuljić Fundamental Interactions, im Ensemble Pauline Réage, im White-Reznichenko Quintett oder in der Band Space Schädel.
Stilistisch agiert sie agil zwischen Modern Jazz bis Punk-Jazz; ihr künstlerisches Wirken orientiert sich dabei konsequent an einem der Grundpfeiler des Jazz: dem Bekenntnis zur Offenheit. Geboren 1989 am Asowschen Meer im russischen Taganrog, hat Olga Reznichenko nach einer klassischen Klavierausbildung zunächst in Rostov und dann in Leipzig bei Richie Beirach und Michael Wollny Jazzpiano studiert.
Mit ihr wird in diesem Jahr eine unkonventionelle und gleichzeitig traditionsbewusste Künstlerin geehrt: Ihr Spiel an Klavier, Keyboard und Keytar ist pianistisch souverän und intensiv; furios ist ihr Umgang mit hochkomplexen Rhythmen und eindrücklich ihre klangliche Gestaltungsfantasie.



