Sanagi – Sailing The Seven Seas CD Vö 9/2007
Die vor Charisma sprühende norwegische Sängerin Lene Toje (26) und
der in England aufgewachsene halb-japanische Elektronik-Virtuose Robin Sato (23)
lernten sich 2002 an Paul McCartneys Liverpooler Talentschmiede LIPA kennen und
gründeten dort das Elektropop-Duo Sanagi. Aus diesem Kokon (so die Übersetzung
des japanischen Bandnamens) sollten im Laufe der nächsten Jahre eine ganze
Reihe wunderschöner, facettenreicher Songs entschlüpfen, die bald auch
ausserhalb Liverpools Gehör fanden. Beflügelt von der Resonanz bei
einer ersten Deutschland-Tournee, entschlossen sich Lene und Robin, Berlin als
zukünftigen Heimathafen anzusteuern.
Das noch in England fertiggestellte und später auf Traumton Records veröffentlichte
Album Mish Mash wurde nicht nur im Rahmen der Popkomm und der Mediawave (dem
größten osteuropäischen Festival für elektronische Musik)
präsentiert, sondern auch im Funk und in der Presse begeistert wahrgenommen.
So erkannte die Jazzthetik "minimalistische Klangidyllen, die man sich auch
gut kammermusikalisch mit Oboe und Pizzicati vorstellen kann" und vor allem "eine
Gabe ansteckender Albernheit, die man bei Trip-Hop-Duos der vorangegangenen Dekade
vergeblich suchte". Das Berliner Stadtmagazin tip fand den Begriff „Folktronic“ für
Sanagi zutreffend: "Obwohl Robin statt akustischen Instrumenten lieber tropfende
Wasserhähne sampelt, haben Lenes Gesangsmelodien eindeutig Folksong-Charakter."
Nun sind Sanagi mit ihrem neuen Album Sailing The Seven Seas (ebenfalls Traumton
Records) in zweierlei Hinsicht in Berlin angekommen: nicht nur, dass die Songs
alle in der neuen Heimat entstanden, sie wurden auch direkt im Label-eigenen
Studio aufgenommen. An den Reglern saß kein Geringerer als Traumton-Co-Gründer
Wolfgang Loos, der Mitte der Achtziger die größten Hits des Elektro-Pop-Trios
Alphaville („Big In Japan“; „Forever Young“) produzierte.
Dabei wurden besonders die - alle von Lene Toje eingesungenen - Chöre auf
ein Level gehoben, das sich vor den stilbildenden ABBA-Duetten nicht zu verstecken
braucht. Aber auch Robins Vorliebe für theatralische Sound-Gimmicks, wie
sie besonders im „Sanagi Lovesong“ und „Knock Knock“ zutage
tritt, hat eine weitere Genialitätsstufe erreicht.
Wie das Vorgängeralbum präsentiert Sailing the Seven Seas ein breites
Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten: Sie reichen von der wundervoll transparenten
Ballade „See-Through-Me“ bis zur gewitzten Girly-Rap-Persiflage „You
Know What I Hate?“. Die kleine Gewaltfantasie „She's A Beautiful
Man“ mit genialer - von Lene selbst gesungener - Fado-Einlage lädt
auf die Tanzfläche. Ebenso das extrem funky daher kommende Eingeständnis
unbezwingbarer Neugier „Knock Knock“.
Als Zugabe geben Sanagi noch eine sehr eigene Variante des (durch Elvis und The
Platters gleichermaßen berühmt gewordenen) Doo-Wop-Klassikers „Only
You“. Diese ist lustig und anrührend zugleich; eine Qualität,
die das ganze Album auszeichnet. Und die auch live - nicht zuletzt dank Sanagis
sympathischer Bühnenausstrahlung (die beiden haben inzwischen raffinierte
Choreographien in petto) – bestes Entertainment verspricht.
"Electro-Pop ist ein weites Feld in dem viel Belanglosigkeit hervorkommt. Das
international besetzte Duo Sanagi scheint da eine erfreuliche Ausnahme zu sein.
Zwar sind die Neu-Berliner noch ein Geheimtipp, aber mehr wäre drin. ..."www.tonspion.de
Und das Video von der Record Release Party auf der Hoppetosse in Berlin bei
Moderator: Mark Sutherland International Bureau Chief, Billboard
Speaker: Sioen, Michael Monroe/Hanoi, Robin Sato & Lene Toje/Sanagi, Jon Tufnell
Managing Director, Hill Valley Records Ltd
Conference Room 2, Halle 22
20. September, 17:30 - 18:30
Kokon in der Popakademie
Das norwegisch-japanische Popduo Sanagi Von Ingo Kottkamp Sanagi ist das japanische Wort für Kokon. Dahinter verbirgt sich ein norwegisch-japanisches Elektropopduo. Die Sängerin Lene Toje aus Norwegen und der der Japaner Robin Sato, der Mann an den elektronischen Geräten, haben sich auf einer Pophochschule kennen gelernt: dem Liverpool Institute for Performing Arts, gegründet von Paul McCartney. Nach drei Jahren Pop-Studium in Liverpool sind die beiden jetzt in Berlin gelandet.
... mehr
Glückwunsch! Aus mehr als 2.000 Bewerbern wurde das norwegisch-japanische
Duo für ein offizielles Popkomm Showcase ausgewählt! Konzert ist am 20.09. in der Kulturbrauerei, Popkomm Club Maschinenhaus.