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   Schule der Unruhe: La Bombe: Release-Informationen

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VÖ: 10.09.2010
EAN/UPC: 705304454527
Traumton CD: 4545

"Schule der Unruhe?
Die wunderbare Kunst des poetischen Widerstands!"
(Sophie Hunger)


Poetisch und visionär

Die „Schule der Unruhe“ wurde von Jürg Halter im letzten Jahr (2009) gegründet. Halter, in Bern zuhause und 30 Jahre alt, gehört zweifellos zu den hintergründigen Individualisten der deutschsprachigen Lyrik- und Spoken Poetry-Szene. Allein schon, weil er dem weit verbreiteten, temporeichen Wortgeklingel mitunter eine kluge Poesie der Ruhe entgegen setzt. Es wäre indes ein Trugschluss, diese Entschleunigung als Gelassenheit zu deuten. Nein, seinen Frieden mit den Verhältnissen hat der Dichter Halter noch lange nicht gemacht.

Zuhause in der Schweiz genießt Jürg Halter unter dem Namen Kutti MC auch als Mundart-Rapper Kultstatus. In Chicago wurde er 2003 sogar Hip-Hop-Slam-Champion. In den vergangenen Jahren trat Halter mit unterschiedlichen Musikern bei internationalen Festivals des Genres auf, beispielsweise Poetry International Rotterdam, Literaturfestival Berlin, San Francisco Poetry International, Poetry on Road Bremen, Poetry Africa u.a.

Neben Halter gehören zur Schule der Unruhe drei viel gefragte Musiker der Schweizer Jazz-Szene, die bereits europaweit Spuren hinterlassen haben. Der variable und sensible Schlagzeuger Julian Sartorius brillierte zuletzt besonders live in der Band von Sophie Hunger, trug ebenso entscheidend zu Hungers herausragendem Album „1983“ bei. Pianistin Vera Kappeler gilt als ein viel versprechendes junges Talent, hochgelobt u.a. von der berühmten Kollegin Irene Schweizer. Gitarrist Philipp Schaufelberger spielte in den Bands von Pierre Favre, Lucas Niggli und Harald Haerter und veröffentlichte auf dem renommierten Label ECM.

Gemeinsam entwickelt das Quartett einen eigenständigen, unkonventionellen Stil, der Versatzstücke von Spokenword-Songs, Jazz, Chanson und Folk vereint. Die Stücke handeln von Aufbruch, Heimat- und Identitätssuche, Ankunft und Liebe. Das epische „Guten Morgen, Deutschland“ bezieht als Aufmacher der CD couragiert, aber nicht plakativ Stellung; „La bombe“ ist ein berührendes Chanson auf Französisch über den Wunsch einer Bombe nach Selbstverwirklichung. „Neues Protestlied“ thematisiert die Kapitulation vor der Unerträglichkeit der kapitalistischen Gegenwart. „Brief an Kaiserin Elisabeth“ erklärt ebenso anrührend wie selbstironisch einer Verstorbenen die Liebe. „In der letzten Strassenbahn“ geht es um die Begegnung mit einem tätowierten Tod. „Schweizer Psalm“ schließlich figuriert als düsterer Abgesang auf die Schweizer Neutralität.

„ Auf der Bühne ist Jürg Halter eine späte Wiedergeburt von Buster Keaton, der perfekte Anti-Entertainer“ lobte „Das Magazin“ vor einer Weile. Über Halters letzten Gedichtband „Nichts, das mich hält“ (Ammann Verlag) urteilte die Neue Zürcher Zeitung: „Es gehört zur wunderbaren Leichtigkeit dieser anrührend schönen Liebesgedichte, dass sie immer wieder einen Hauch von Heiterkeit zeigen.“

„Bestechend. (...) Die leise, skurrile Eindringlichkeit.“ (Tages-Anzeiger )

„Und so zelebrieren diese vier etwas, das man eben doch noch nicht kannte. (...) Eine Fusion aus Wort und Klang – verdichtet derart, dass nur schon einzelne Silben zu grooven beginnen.“ (Züritipp)

Was hat ein Dichter aus der Schweiz in der Künstler-Datenbank einer Musikseite zu suchen? Drängen sich die Eidgenossen mit ihrem "Wer hat's erfunden?" eigentlich in jede Thematik? Nun, in diesem Fall geht ein Eintrag mehr als in Ordnung. Bei der Person Jürg Halter hat man es eben nicht nur mit einem gefeierten Performance-Poeten zu tun.  ...
LAUT.DE-BIOGRAFIE - Kutti MC

 


Kurzbiographien

Jürg Halter
Jürg Halter, erschienen 1980 in Bern. Studium an der dortigen Hochschule der Künste. Halter ist freischaffender Dichter, Performance-Poet und unter dem Namen Kutti MC auch als Musiker bekannt. Halter hatte zahlreiche Auftritte an internationalen Literaturfestivals in Europa, Russland, den U.S.A. und Afrika. Als Jürg Halter hat er die zwei preisgekrönten Gedichtbände «Nichts, das mich hält» (Ammann Verlag, 2008) und «Ich habe die Welt berührt» (Ammann Verlag, 2005) und das Spoken-Word-Hörbuch «Aber heute ist der Tag, an dem ich mehr als sprechen will» (Verlag Der Gesunde Menschenversand, 2007) veröffentlicht. Zudem hat er in Zeitschriften (Das Magazin u.a.), Zeitungen (Neue Zürcher Zeitung u.a) und Anthologien (Deutschland, U.S.A. , Österreich) veröffentlicht. Jürg Halter arbeitet auch als Kolumnist (zuletzt für den „Tages-Anzeiger“).
Als Kutti MC sind von ihm bisher drei Alben erschienen: „Jugend & Kultur“ (2005), „Dark Angel“ (2006), „Sunne“ (2009). Er arbeitete mit zahlreichen Musikern wie Sophie Hunger, Stephan Eicher, Fettes Brot, Bonarparte, Deichkind, Marc Smith (Erfinder von Poetry Slam), Stiller Has, Züri West, zusammen. Als Jürg Halter schreibt er zusammen mit dem berühmten japanischen Dichter Shuntaro Tanikwa seit 2007 an einem Lang-Gedicht (Renshi). Zuletzt sorgte Halter mit seiner Theater-Musik-Peformance-Revue „Die unglaublichste Talkshow der Welt“ für Aufsehen.
Zahlreiche Gedichte von Jürg Halter wurden übersetzt. Ins Englische, Polnische, Französische, Japanische, Holländische, Russische und Italienische u.a. Diverse Preise: Buchpreis des Kanton Bern, Imbongi Jesizwe Poetry International Award, Stipendium des Literarischen Colloquiums(Berlin) u.a. Jürg Halter lebt in Bern.

« Jürg Halter hat die Welt mit 25 schon kräftig berührt. Davon zeugt sein Gedichtband, das Schweizer Lyrikdebut des Jahres. (...)«Ich habe die Welt berührt» konzentriert präzis die Liebe, den globalen Wahnsinn, das sinnarme Sein in postideologischer Zeit.»
Die Weltwoche

« Um es gleich vorweg zu sagen: Dieser Mensch hat einen Hau. Aber einen von der guten Sorte. Einen, der mit Selbstbewusstsein, Chupze und kreativem Freiraum einhergeht, Jürg Halter heisst er, ist 25 Jahre jung, Dichter und Schweizer.»
Die Tageszeitung, Taz

« Jürg Halter ist ein Mann für seltsame Kulte und für das Umbewerten von allem.»
Tages-Anzeiger


Philipp Schaufelberger
Philipp Schaufelberger wurde 1970 in Göttingen geboren und ist seit beinahe 20 Jahren als Musiker unterwegs, z.b. mit den Bands von Pierre Favre, Lucas Niggli und Harald Haerter, aber auch als Interpret zeitgenössischer Musik. Der Gitarrist spielte mit Musikern wie Dewey Redman, Michael Brecker, Paul Motian, Kenny Wheeler, Arthur Blythe, Jim Black und vielen anderen. Tourneen führten ihn durch ganz Europa, Kanada, USA und China sowie zu den Festivals Montreux, Willisau, North Sea, Moers, Leverkusen, Vancouver, Shanghai, Bath, Amsterdam und Rom. Als Produzent und Komponist kann Schaufelberger auf 'measured & detale' und in zahlreichen Hörspielarbeiten für Schweizer und Deutsche Sender gehört werden. Seine Sendung 'The FIZROK SHOW' ist alle zwei Monate auf Radio Lora aus Zürich zu hören.

Vera Kappeler
Geb. 1974, Schule in Basel, klassisches Klavierstudium am Konservatorium Winterthur. Aktuelle Projekte: Vera Kappeler-Trio mit Simon Gerber (b, dobro) und Lionel Friedli (dr). Duo „Bergerausch“ mit der Sängerin Bettina Klöti (Interpretation von alten und unbekannteren Schweizer Volksliedern und Textvertonungen). Quartett „Tuliaisia“ mit der Sängerin Marianne Racine (Interpretation von schwedischen und finnischen Volksliedern). Trio „The Rosewood Case“ mit Bettina Klöti und dem Gitarristen Philipp Schaufelberger (Blues und Traditionals). Quartett „Etnastara“ mit keltischen Volksliedern. Septett „Force majeur“ um den Komponisten Felix Profos. Auftritte im In- und Ausland mit Gilbert Paeffgen, Bänz Oester, Norbert Pfammatter, Corin Curschellas, Peter Herbert, Wolfgang Mitterer, Makaya Ntshoko, Andy Scherrer u.a. 2008 Förderpreis der Stadt Winterthur. Zuletzt erschien auf Veto Records ihr Album „Nach Slingia“.

Julian Sartorius
Julian Sartorius ist 1981 in Thun geboren und wohnt in Bern. Er gilt als einer der besten jungen Jazz-Schlagzeuger der Schweiz. Er spielt(e) u.a. in der Band von Sophie Hunger, mit dem Streiff-Johnson Quartett oder Jean-Paul Bourelly's Motion. Außerdem arbeitete Sartorius live mit Pierre Favre, Hans Hassler, Hans Koch, Christy Doran, Harald Haerter, Nils-Petter Molvaer, Christian Weber, Don Li, Rhys Chatham, Co Streiff, Russ Johnson und Kutti MC. Tourneen führten ihn durch Europa sowie Südamerika. 2005 Förderpreis der Friedl Wald Stiftung, 2006 Anerkennungspreis der Axelle und Max Koch Stiftung, 2007 Kulturförderpreis der Stadt Thun, 2009 Förderpreis der Stadt Bern. 



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