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   The K Square: Blue Desert: Release-Informationen

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VÖ: 06.09.2013
EAN/UPC: 705304458624
Traumton CD: 4586

The K Square - Blue Desert

The K Square? Ein Platz: hier eine Straßeneinmündung, dort eine, und da hinten noch eine andere. Man trifft sich, kommt aus verschiedenen Richtungen, Athen, Weinheim, Stuttgart oder Hannover, man hat verschiedene Erfahrungen im Gepäck, verschiedene Vorleben und Vorlieben, Wanderungen und Bewegungen, Leidenschaften und Gemüter, doch man kommt zusammen. Von links die aufgebrochenen Harmonien, von rechts die hämmernden Achtel, die angezerrte Gitarre und ihre spitzen Flageoletts, aus der Mitte der ruhige Bass. Von irgendwoher diese so sensiblen wie abgehangenen Melodielinien von Trompete oder Saxofon, die breite Wand, die sie aufrichten, sobald sie sich in einer Unisonolinie verbünden. Der luftige Glockenton des Rhodes-Piano und seine schrillen Schreie, die es ausstößt, wenn man die Regler in den roten Bereich schiebt. Die eigenartigen Rhythmen, gleichzeitig rund und flüssig, physisch und vertrackt – The K Square: ein Gewirr von auseinanderstrebenden Stimmen, die auf eine sehr energische Art Verbindungen eingehen und reichlich Reibungshitze erzeugen.

The K Square ist ein Sextett aus der so vielgestaltig blühenden jungen Berliner Szene, ein Schmelztiegel, in dem die Migrationsbewegungen, die den Jazz seit jeher prägen, noch einmal zu neuem Recht kommen. Da ist Charis Karantzas, der aus Athen stammende Gitarrist, der zusammen mit dem Schlagzeuger Julian Külpmann die Initiative für diese Band ergriff, gemeinsam sind die beiden auch für Kompositionen und Arrangements verantwortlich. Außer Thomas Stieger, dem Bassisten, ist keiner der Beteiligten ein eingeborener Berliner. Karantzas wie Külpmann wie Manuel Schmiedel am Rhodes-Klavier oder die beiden BläserInnen Kati Brien am Saxofon und Klarinette und Johannes Böhmer an Trompete und Flügelhorn sowie die speziellen Gäste, der Posaunist Nils Wogram, die Sängerin Zola Mennenöh und der Vibraphonist und Hochschullehrer David Friedman – allesamt kamen sie als Zuwanderer, angelockt von dem Ruf der Stadt, Spielmöglichkeiten und Austauschforen für neugierige, experimentierfreudige Musikerinnen zu bieten. Mit The K Square haben sie sich einen doppelten Auftrag gesetzt: einmal soll das kleine Gepäck reichen, die Musik wieder mobil werden, straßentauglich – und damit potentiell zu einem Faktor in den Geschehnissen des Alltags. Und zum anderen soll die Musik der Band die Logik der Schubladen aufbrechen, soll an der gleichen Stelle ansetzen, an der sie sich vor 45 Jahren schon einmal in ein Hexengebräu verwandelte. Die Freiheit und Improvisationskultur des Jazz gilt es mit der rohen Energie populärerer Musikgenres anzureichern, die archaische, physische Wucht von Rock und Punk mit der Tiefe und Klangkultur komplexerer Musikformen zu beleben. Dabei ist sich die Band durchaus bewusst, dass sich das Rad in der Zwischenzeit bewegt hat, und achtet darauf, nicht in die Falle zu tappen, die den Rockjazz einst zur Strecke brachte. Die Leistungsschau muskelstrotzender Vorzeigevirtuosen bedeutet The K Square nichts; statt Musiker auf ihren Egotrips in Weihrauch zu hüllen, ist die Improvisation hier streng in das musikalische Geschehen eingebettet. So wird der K Square zu einem Platz, wo im Geist von Offenheit und gegenseitigem Respekt eine wohl strukturierte und in ihren Details sauber ausgearbeitete Utopie entsteht: Musik.


Charis Karantzas (guitar)
Charis Karantzas ist in Athen geboren, wo er auch anfing Gitarre zu spielen. Im Alter von 18 Jahren ging er nach Amsterdam (Holland) um Jazzgitarre am Conservatory Amsterdam zu studieren. 2 Jahre später zog es ihn nach Berlin um mit Meistern wie Kurt Rosenwinkel, John Hollenbeck, Greg Cohen and Peter Bernstein zu studieren. Er nahm an masterclasses mit Peter Erskine, Jim Black, Peter Bernstein, Dave Liebman, Mark Turner, Barry Harris, Jeff Ballard, Johnathan Kreisberg u.a. teil.

Julian Külpmann (drums)
Der in Berlin lebende Drummer Julian Külpmann arbeitet/e neben seiner Band K Square u.a. mit : Richie Beirach, Steffen Schorn, Emil Mangelsdorff, Julia Hülsmann, RTL Allstar Band, Nené Vásquez, Jean-Louis Rassinfosse, Marko Lackner, Mike Herting, T.A.S. Mani, Ramesh Shotham, Tino Derado, Geir Lysne, Lars Möller, Achim Seifert Project, DNA Group, Toke, etc. und ist Schlagzeuger im Bundesjazzorchester (BuJazzO).
Nach seinem Jungstudium an der HMT Hannover fängt er 2009 am Jazz-Institut Berlin bei Jazzgrößen wie Prof. John Hollenbeck, Jeff Ballard, Joey Baron, Jim Black and Dan Weiss zu studieren.
Julian ist mit vielen Preisen ausgezeichnet – sowohl solistisch als auch mit Bands : „Best Young European Musicians Competition“ 2002, „Jugend Jazzt Niedersachsen“, “Skoda Jazzpreis“ 2007, “Winning Jazz“ 2005/09, „Drummer Of Tomorrow 2007, WDR Jazzpreis, Future Sounds 2010

Thomas Stieger (bass)
Thomas Stieger ist ein vielbeschäftigter Sideman, aber auch Komponist und Bandleader seines eigenen Trios. Seine Kreativität findet Platz in vielen verschiedenen Genres wie Jazz, Funk Fusion, aber auch Pop und Rock. Er ist live und im Studio tätig fuer Adrian Mears, Kuno Schmid, Torsten Goods, Cosmo Klein, Della Miles und ist einer der wichtigen jungen E- Bassisten der Berliner Musikszene. 2011 schließt er sein Studium am Jazz-Institut Berlin bei Greg Cohen ab und hatte außerdem Unterricht bei Kurt Rosenwinkel, John Hollenbeck und David Friedman.

Manuel Schmiedel (rhodes)
Manuel Schmiedel, K-Square's Pianist, ist einer der meist gefragtesten Musiker Berlins kreativer Szene. Geboren in Weinheim, fängt er bereits im Alter von 5 Jahren an Klavier zu spielen. Direkt nach seinem Abitur geht er nach Berlin um Musik bei Hubert Nuss, Kurt Rosenwinkel und Greg Cohen zu studieren, wo er die anderen Musiker der Band trifft. Er spielt u.a. mit “ Roman Ott Quartett”, “Fini Bearman Band”(UK), “Kalle Zeier 4”, sowie dem “Lisbeth Quartett”. Manuel tourt viel durch Deutschland und Europa und spielte auf Festivals wie dem Jazzmeeting Berlin, Jazzwoche Burghausen und Jazz Baltica. Zur Zeit ist er Mitglied in Kurt Rosenwinkels vielversprechendem neuen Bandprojekt.

Johannes Böhmer (trumpet)
Johannes Böhmer wurde 1984 in Göttingen geboren und spielt seit seinem 11. Lebensjahr Trompete. Mit 16 wurde er Jungstudent an der HMT Hannover und fängt kuze Zeit später am Konservatorium Amsterdam sowie der Universität Philadelphia zu studieren, wo er 2009 seinen Abschluss macht. Er lebt momentan in Berlin und spielt mit vielen verschiedenen Projekten wie Jean Quadrat, BuJazzo, K Square, Julia Hülsmann Large Ensembe, Skazka Orchestra, SNO, RJA u.v.a.

Kati Brien (sax)
Kati Brien wurde 1989 in Stuttgart geboren. 2001 beginnt sie Saxophon zu spieln. 2007-2008 war sie Mitglied im Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg und Jungstudentin an der
Musikhochschule Stuttgart. Immer öfter spielte sie mit professionellen Musikern vor allem im Raum Stuttgart, wie zum Beispiel Martin Schrack, Thilo Wagner, Lorenzo und Davide Petrocca. Nach ihrem Abitur 2008 zog sie dann nach Berlin, um dort am Jazz-Institut bei Peter Weniger weiter zu studieren. 2009, sowie die beiden folgenden Jahre wurde sie mit jeweils einem ihrer Projekte zu den Theaterhaus Jazztagen Stuttgart eingeladen. Neben eigenen Formationen, wie „el.briño“ oder ihrer „Dream Band“ ist sie seit 2010 auch Mitglied im Bundesjazzorchester.



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